Emma-Jaeger-Bad mit neuer Wärmetechnik

Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen

Nach einer Bauzeit von rund 4 Monaten konnten der Aufsichtsratsvorsitzende und Erste Bürgermeister der Stadt, Andreas Schütze und Geschäftsführer Wolf-Kersten Meyer für die SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, die neue Heizungszentrale des Emma-Jaeger-Bades offiziell in Betrieb setzen. In Anwesenheit des Planers, Dr. Berndt, Vertretern der SWP und der ausführenden Firmen wurde der Startschuss für den Betrieb eines Blockheizkraftwerkes gegeben.

Die SWP hatten im März dieses Jahres den Contracting-Vertrag mit dem Eigenbetrieb Goldstadtbäder abgeschlossen. Inhalt des Vertrages mit einer Laufzeit von 20 Jahren ist die Wärme- und Stromversorgung mittels BHKW und Heizwasser sowie die Erneuerung der Lüftungsanlage. Dabei finanzieren die SWP die Anlagen und stellen den Betrieb sicher. Der Eigenbetrieb Goldstadtbäder profitiert im Gegenzug vom Know-how der SWP durch eine zuverlässige Versorgung.

Während der Bauzeit hat die Firma Schröck GmbH aus dem Stadtteil Huchenfeld die Dampfversorgung abgebaut, neue Heizungsverteiler und Umwälzanlagen für die Heizwärme installiert sowie die neue Energiezentrale eingebaut. Die beiden Module werden von je einem Gasmotor der MTU angetrieben und erzeugen rund 240 KW Strom, der überwiegend im Emma-Jaeger-Bad verbraucht wird. Wichtig ist die kontinuierliche Wärmeabnahme aus der Motor- und Abgaskühlung durch das Bad. Diese Kraft-Wärme-Kopplung am Ort des Verbrauchs ist besonders energiesparend und umweltfreundlich und wird daher auch gefördert.

Eine besondere Problematik war der Betrieb des Bades während der gesamten Bauzeit. Zunächst erfolgte die Umstellung auf Heizwasserversorgung, dann während der Som-merschließung der Alten Halle deren Umbau mit dem gesamten Altbau, und nach den Sommerferien der Umbau für die Neue Halle. Die Heizungen in den Lüftungsanlagen wurden so geändert, dass auch hier die Temperaturen so niedrig gefahren werden kön-nen, dass der Rücklauf zur Kühlung des Blockheizkraftwerkes genutzt und so wieder auf Vorlauftemperatur gebracht werden kann. Der Umbau wird zur Einsparung von Energie beitragen, und zwar durch die niedrigeren Temperaturen in der Heizung und durch die bedarfsgerecht gesteuerten Umwälzpumpen beim Strom.

Die neue Energiezentrale wird mit Erdgas der SWP von der Hochdruckleitung im Enz-Vorland aus versorgt und über eine neue Druckstation ins Emma-Jaeger-Bad geliefert.
Durch diese erstmals in den Pforzheimer Bädern realisierte Kraft-Wärme-Kopplung im Verbund mit dem Eigenbetrieb Goldstadtbäder und den SWP entstehen auch steuerliche Vorteile, weshalb die Inbetriebnahme noch in diesem Jahr erfolgen musste. Alle Termine, so konnte das Planer und Bauleiter Dr. Berndt feststellen, wurden durch die ortsan-sässige Firma Schröck GmbH eingehalten.

Mit dem Umbau der Heizung und dem Einbau des Blockheizkraftwerkes sind die Arbei-ten zur Energieeinsparung noch nicht abgeschlossen. Die 40 Jahre alten Lüftungsanlagen werden im kommenden Jahr durch die SWP während einer drei Monate dauernden Umbauzeit ausgetauscht. Es müssen Anlagen zur Wärmerückgewinnung aus der Abluft und zur Entfeuchtung der Umluft eingebaut werden.

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