SWP Geschichte
Das erste Pforzheimer Elektrizitätswerk
Unter dem Druck der in Pforzheim ansässigen Fabrikanten und aufgeschlossener Bürger entstanden die ersten Pläne für ein ganz auf die Bedürfnisse der Industrie abgestimmtes Elektrizitätswerk. Ein bahnbrechendes Vorhaben, weshalb der endgültige Baubeschluss auch erst 1893 nach 9 Jahren Vorbereitung gefasst wurde. Schließlich wurden am 11. Oktober 1894 die ersten Maschinen des Pforzheimer Elektrizitätswerks am Standort Hohwiesenweg - heutiger Standort des Heizkraftwerks - in Gang gesetzt.
Ab 1898 wurde im Rennfeld die gesamte Stromerzeugung übernommen wurde. In den Jahren 1898 bis 1902 erfolgte die Erweiterung des Elektrizitätswerks durch den Ausbau der Wasserkraft.
1907 wurden dann das erste Verwaltungsgebäude des Elektrizitätswerks auf dem Gelände zwischen Herz-Jesu-Kirche und Stadtkirche erbaut - hier befindet sich heute das SWP-Kundencentrum.
In der Zeit nach dem ersten Weltkrieg entschloss sich der Pforzheimer Bürgerausschuss, die Stromversorgung Pforzheims an die Überlandstromversorgung Badens anzuschließen, was für die Pforzheimer Stromversorgung einen entscheidenden Schritt weg von der Eigenerzeugung und hin zum überregionalen Strombezug markierte.
Auch im Bereich Wasserversorgung wurden Anstrengungen unternommen, die vorhandene Wasserversorgung für die wachsende Zahl der Einwohner zu gewährleisten. Bereits im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts war die Suche nach Grundwasser in den Flusstälern rund um Pforzheim intensiviert worden. Im unteren Enztal stießen die Fachleute auf ergiebige Grundwasserströme. In den Jahren 1896 bis 1898 wurden im unteren Enztal insgesamt acht Brunnen niedergebracht. Das Wasserwerk Friedrichsberg wurde im Jahre 1900 in Betrieb genommen. Mächtige dampfbetriebene Pumpen beförderten das Wasser in die Stadt.

