SWP Geschichte

Ausbau der eigenen Strom- und Fernwärmeerzeugung

In den Folgejahren wurden die Anlagen der Stadtwerke konsequent ausgebaut. Im Bereich Rennfeld entstanden Werkswohnungen, sowie 1972 das 110-kV-Schalthaus und 1983 die 20-kV-Schaltanlage.

Das Enzwerk in Brötzingen - ursprünglich in den Nachkriegsjahren als Provisorium für die Stromversorgung genutzt - wurde ebenfalls weiter ausgebaut und bildete über 30 Jahre lang das Herz der Stromversorgung 1980 erfolgte eine Neuordnung der Stadtwerke auf dem Enzwerkgelände - alle Betriebsstätten wurden dort zusammengeführt - was den Abriss der Gebäude des alten Kraftwerks mit sich brachte.

Die Wasserversorgung warf im Sommer 1955 ersten Zweifel bezüglich der Grundwasservorkommen auf. Die Brunnen ließen in der Schüttung nach; ein Hinweis darauf, dass sich die Wasseraufkommen nicht mehr hinreichend regenerieren konnten. 1957 musste erstmals zum Wassersparen aufgerufen werden. Der Anschluss an eine Fernwasserversorgung wurde in Erwägung gezogen, beschlossen und auch realisiert. 1964 war die Verknüpfung mit dem Netz der Bodenseewasserversorgung dann perfekt.

1953 wurde der Grundstein für die Fernwärmeversorgung gelegt. Zunächst diente dazu ein Kessel des Gaswerkes, der dort überflüssig geworden war. Der erste Block des Heizkraftwerkes entstand 1964. Das Fernwärmenetz und die Eigenerzeugung von elektrischer Energie und Fernwärme in der ressourcenschonenden Kraft-Wärme-Kopplung wurde kontinuierlich ausgebaut, mit dem Ziel die dicht bebauten Teile des Stadtgebiets mit Fernwärme versorgen zu können.

Die Gaseigenerzeugung endete 1967. Im Jahr 1969 wurde auf Erdgas umgestellt, das zunächst für die Versorgung des HKW und die städtische Versorgung genutzt wurde. In den Folgejahren wurde das Gasversorgungsgebiet kontinuierlich erweitert.

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