Erfolgreicher Projektabschluss im Bereich Gas

Modernisierung bringt freie Kapazitäten und bessere Steuerungsmöglichkeiten

Vor wenigen Tagen konnte das Fachteam GAS der SWP vom erfolgreichen Projektabschluss berichten. Damit gelang es, über 1.000 Gaskunden im Bereich des Stadtteils Brötzingen gemeinsam mit dem Stadtteil Arlinger zu einer gemeinsamen Zone zusammenzuschließen. Im Vorfeld waren hierfür umfangreiche Arbeiten, insbesondere auch Gespräche mit dem Fachverband der Gasversorgung (DVGW) und den internen Betriebsverantwortlichen, notwendig.

Die Gasversorgung hat in Pforzheim lange Tradition. 1853 schlossen die Gebrüder Benckiser mit den damaligen Stadtvätern einen 30-jährigen Vertrag über Aufbau und Betrieb des ersten Pforzheimer Gaswerkes. Der damalige Vertrag regelte die Versorgung von 50 Straßenlaternen. Seither wurde die Gasversorgung in Pforzheim erheblich ausgebaut und erweitert. Auch die Stadt wuchs zwischenzeitlich von damals 9.000 auf heute über 115.000 Einwohner an. Aktuell versorgen die SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG über 18.000 Kunden mit umweltfreundlichem Erdgas.

Die lange Tradition der Gasversorgung schlägt sich auch im Netzaufbau der SWP nieder. Aufgrund der niedrigen Gasdrücke aus früheren Zeiten sind großdimensionierte Gasleitungen im Innenstadtbereich die Regel. Im Ostteil der Stadt finden sich Gasleitungen bis zu einem Durchmesser von 70 cm. Aus heutiger Sicht werden Gasleitungen mit kleinerem Querschnitt und höherem Druck aus Kostengründen bevorzugt. Das Ziel ist jedoch das selbe geblieben: eine sichere Versorgung der Kunden mit Gas!

Das Erdgasnetz in Pforzheim wird über mehrere Leitungen aus dem überörtlichen Hochdrucknetz versorgt. Innerhalb Pforzheims ist das Netz in verschiedene Zonen aufgeteilt. Aktuell wird an der Modernisierung der Zone "Innenstadt" gearbeitet. Aus diesem Verbund heraus wurde der Bereich "Brötzingen" gelöst und mit der Zone "Arlinger" zusammengeschlossen. Gleichzeitig wurde der Druck in dieser neuen Zone "eND West" (erhöhte Niederdruckzone West) auf 60 mbar erhöht. Dazu wurden die Anschlüsse der Kunden aus dem bisherigen ungeregelten Bereich mit einem sogenannten Zählerregler ausgestattet. Es handelt sich um ein kleines Bauteil, ähnlich einem Druckminderer an herkömmlichen Gasgrills, welches die SWP-Mitarbeiter bei den Kunden innerhalb weniger Minuten eingebaut haben.

Durch die Maßnahmen des Projekts ergibt sich im Bereich der Innenstadt eine deutliche Entlastung des Versorgungsnetzes um ca. 11.000 kW. Diese stehen zum einen für neue Kunden zur Verfügung, zum anderen kann dieser Netzabschnitt künftig der geringeren Nennleistung angepasst werden. Gleichzeitig ermöglicht die abgeschlossene Maßnahme eine noch differenziertere Ansteuerung der einzelnen Netzabschnitte. Insgesamt bedeutet der Abschluss des Projektes eine deutliche Aufwertung des Netzes.

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