Elektrogeräte richtig putzen
Beim Saubermachen auf den Strom achten
Die Sonne scheint, die Laune wird besser und die Temperaturen steigen. Leider sieht man im hellen Sonnenlicht Streifen und Flecken umso deutlicher. Also, am besten gleich ran an den Schmutz! Hier sind unsere Tipps für einen ökologischen Geräte-Frühjahrsputz.
Zunächst einmal: Elektrische Geräte putzen bietet immer ein Risiko. Wer beim Schrubben der Kacheln viel Wasser benutzt, kann sein "blaues Wunder" erleben, wenn Wasser in eine Steckdose läuft. Denn über das Medium Wasser kann einen durchaus "der Schlag treffen". Deshalb: Beim Putzen sicherstellen, dass der Stromfluss unterbrochen wird - am besten durch Ausschalten der entsprechenden Sicherung.
Zweitens: Elektrogeräte vertragen sich überhaupt nicht mit Dampfreinigern. Feuchtigkeit und Dampf können insbesondere beim Elektroherd Kurzschlüsse auslösen, wenn die Extra-Sicherung des Herds nicht abgeschaltet ist.
- Welches Putzmittel?
- Der Elektroherd
- Die Dunstabzugshaube
- Die Kaffeemaschine
- Der Sandwich-Toaster
- Der Kühlschrank
- Die Spülmaschine
- Die Beleuchtung
Welches Putzmittel?
Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Putzmitteln: Solche mit Anti-Fett- und die mit Anti-Kalk-Wirkung. In der Küche fällt beides an.
Meist genügt aber ein milder Reiniger wie Spülmittel oder bei starken Kalkflecken Zitronensäure. Diese kann Oberflächen angreifen, deshalb sollte er erst an einer unsichtbaren Stelle ausprobiert werden. Weil Essig unsere Gewässer belastet, ist aber (verdünnte) Zitronensäure die bessere Wahl. Direkter Hautkontakt der aggressiven Zitronensäure oder Berührung mit den Schleimhäuten muss dringend vermieden werden. Manchmal tut es schon etwas Zitronensaft.
Zitronensaft
Kraftvoll und umweltschonend
Der Elektroherd
Das Ceranfeld reinigt man am besten mit einem feuchten Lappen und Spülmittel. Hartnäckigen Flecken rückt man mit einem Schaber für Glaskeramikfelder zu Leibe, den man flach ansetzt. So gibt es keine Kratzer.
Der Umluft-Backofen ist total verschmutzt? Dann hilft nur eine Radikalkur: Die Fettpfanne zur Hälfte mit Wasser füllen, Geschirrspülmittel hinzugeben, den Backofen auf maximale Temperatur bringen und den Wasserdampf etwa eine Stunde einwirken lassen. Danach lässt sich der Schmutz entfernen. Ebenso beim Backofen mit Ober- und Unterhitze: Eine feuerfeste Auflaufform hineinstellen, erhitzen, einwirken lassen, den Schmutz mit einem Spachtel entfernen. Backbleche mit Spülwasser und Edelstahlkissen säubern.
Die Dunstabzugshaube
Außen setzt sich auf der Haube oft ein feiner Schmierfilm ab, der mit einem milden Fettreiniger meist beseitigt werden kann.
Der Fettfilter muss etwa alle 8 Wochen gewechselt werden, damit Bakterien und Schimmelpilze nicht über den Ventilator im ganzen Raum verteilt werden.
Dunst- und Geruchsfilter im Zweimonatsabstand erneuern; Filter aus Metall per Hand oder in der Spülmaschine reinigen. Vorher aber unbedingt die Gebrauchsanweisung lesen, denn manche Filter vertragen keinen "Waschgang" in der Spülmaschine.
Wichtig
Bevor Sie loslegen: Gebrauchsanweisungen beachten
Die Kaffeemaschine
Auch hier gilt: erst den Stecker ziehen, dann reinigen. Maschinen aus Alu vertragen weder die Spülmaschine noch aggressive Reinigungsmittel.
Stahl-Kaffeemaschinen nehmen das Entkalken mit Zitronensäure weniger übel. Danach muss die Maschine mehrmals mit klarem Wasser durchgespült werden - der Gesundheit zuliebe.
Die Oberfläche wird mit Zitronensaft wieder schön sauber. Auch Einreiben mit Backpulver ist ein "heißer Tipp" für rostige oder unschön angelaufene Metalloberflächen.
Backpulver
Hilft gegen Rost und angelaufene Metalloberflächen
Der Sandwich-Toaster
Kleingeräte mit vielen Ritzen und Rillen sind irgendwann schmutzig, und dieser Schmutz lässt sich nur mit viel Mühe entfernen.
Fettige, verkrustete Stellen reibt man am besten erst einmal mit Öl ein. Danach fällt das Entfernen des fettigen Schmutzes leichter. Mit Holzstäbchen (Schaschlik-Spieße) kann man auch älteren Verkrustungen in Ritzen zu Leibe rücken (natürlich nach dem Steckerziehen!). Auch eine alte Zahnbürste hilft, denn damit kommt man besser in die Rillen.
Glasreiniger ist ein guter Tipp, um die Außenseite von Fett zu säubern
Glasreiniger
für fettfreie Aussenflächen
Der Kühlschrank
Hilfe, Bakterien! In unseren Kühlschränken tummeln sich die kleinen, gefährlichen Krankheitserreger. Deshalb sollte der Kühlschrank regelmäßig gereinigt werden.
Heißes Wasser mit Spülmittel und danach Zitronensaft reichen, aber regelmäßig muss es eben sein. Voraussetzung dabei: Abtauflüssigkeit von Fleisch darf nicht in den Kühlschrank gelangen, weil sie oft Salmonellen enthält.
Fleisch darf maximal mit 4 °C gelagert werden und gehören nach unten an die kühlste Stelle. Milchprodukte und Eier dürfen etwas wärmer lagern, Obst und Gemüse wiederum vertragen nicht viel Kälte. Der Kühlschrank soll also dauerhaft kühl halten - und das geht nur, wenn die Dichtungen funktionieren.
Etwas Talkumpuder hilft, dass die Dichtungen nicht spröde werden. Der Kondensator, das Gitter an der Rückseite des Kühlschranks, muss immer frei von Staub und Schmutz sein, sonst kühlt der Kühlschrank schlecht und verbraucht zudem viel Strom. Im übrigen sollte der Kühlschrank nie neben dem Herd stehen, weil er sonst gegen die Abwärme des Küchenherds "ankühlen" muss.
Wenn der Kühlschrank zu viel Eis hat, kühlt er ebenfalls nicht mehr richtig. Dann ist es höchste Zeit zum Abtauen und Reinigen, denn aus dem Kühlgut oder aus der Außenluft ist zu viel Feuchtigkeit ins Innere des Kühlschranks gelangt. Am besten wäre es, über die Anschaffung eines neuen, energieeffizienten und sparsamen Gerätes nachzudenken. Das gilt auch für die Kühltruhe, die relativ viel Strom verbraucht. Ein neues Gerät amortisiert sich oft schon nach kurzer Zeit durch die niedrigeren Stromkosten.
Manchmal lohnt es sich, über die Anschaffung eines neuen, energieeffizienten und sparsamen Gerätes nachzudenken!
Die Spülmaschine
Bei der Spülmaschine ist es wichtig, dass das Sieb immer sauber ist und sich dort keine Essensreste ansammeln. Sie mindern die Reinigungswirkung der Spülmittel.
Ab und zu einen Maschinenreiniger benutzen, das entfernt Fett und Kalk auch an unsichtbaren Stellen. So erhält ihre Spülmaschine eine längere Lebensdauer und sie können sich über die volle Spülleistung Ihrer Maschine freuen.
Die Beleuchtung
Wenn jetzt Ihre Küche blinkt und strahlt, kommt noch die Deckenlampe dran.
Glühlampen oder Energiesparlampen büßen bis zu 40 Prozent ihrer Helligkeit durch Schmutzablagerungen ein. Auch hier gilt: Sicherung abschalten, mit feuchtem Lappen Lampe und Glühlampe abwischen und bei starkem Fett- oder Nikotinbelag ein Spülmittel verwenden. Das Licht erst wieder einschalten, wenn die Lampe vollständig trocken ist. Und nun: Viel Spaß mit ihrer frischen, duftenden, hygienisch sauberen Küche!
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Geräteschmutz kein Problem