Das intelligente Haus

Mit neuer Technik elektrische Geräte fernsteuern

Licht einschalten, Markisen und Jalousien ausfahren, die Heizung regeln und den Herd ausschalten - viele wichtige Handgriffe prägten bisher unseren Alltag. Seit einigen Jahren hat jedoch die Automatisierung in Wohnhäusern und Zweckbauten Einzug gehalten: Der Europäische Installations-Bus, kurz EIB, lässt via Datenleitung oder Funk eine Steuerung der Heizung und Klimatisierung, Beleuchtung und der elektrischen Geräte zu. Die Funktionen der angeschlossenen Geräte können über Handy oder Internet kontrolliert und gesteuert werden.


Zugriff auf die Haustechnik

Ein heißer Sommertag, sie sitzen im Büro und möchten zu Hause die Jalousien auf der Ostseite öffnen und die auf der Westseite des Hauses schließen? Mit der EIB-Technik ist das kein Problem. Oder ein Gewitter kommt auf und die Markise muss hereingefahren werden? Auch das geht sekundenschnell. Ihr Tiefkühler streikt? Bei angeschlossenem EIB-System erhalten Sie über das Internet oder Ihr Handy wichtige Informationen. Oder Sie sind nicht sicher, ob Sie das Bügeleisen ausgeschaltet ist? Ein Blick, schon haben Sie Gewissheit. Denn die digitalen Informationen können über ein Display auch Zustände anzeigen. Sie sehen beispielsweise beim Zubettgehen auf dem Display am Bett, dass das Garagentor nicht geschlossen ist. In all diesen Fällen können Sie die entsprechenden Geräte ansteuern - egal, von wo aus. Komfort, Sicherheit und Energieeinsparung - diese wichtigen Services bietet die Nachrichtenübermittlung via EIB-System.

EIB =

Europäischer Installations-Bus; dieser Standard beschreibt, wie bei einer Installation Sensoren und Aktoren in einem Haus miteinander verbunden werden können.

Funktionsweise

Das System besteht aus Sensoren wie Taster und Windmesser, die Befehle erzeugen und aus Aktoren wie Schaltrelais für Licht und Jalousien, die empfangene Befehle in Aktionen umsetzen. Eine Nachrichtenleitung verbindet alle Aktoren und Sensoren miteinander. Die Nachrichten können auch via Funk gesendet und empfangen werden. Eine zentrale Steuerung ist nicht nötig, weil jedes anzuschließende Gerät einen eigenen Mikroprozessor erhält. Rollläden, Heizkörper-Stellventile und Klimageräte können also auch nachträglich an ein bestehendes System angeschlossen und programmiert werden. Die Informationsübertragung läuft getrennt von der Energieleitung. Das bedeutet: Die Energieleitung geht vom Verteiler zum elektrischen Gerät, nicht aber zum Schalter. Dieser wird über die Datenleitung angeregt, seinen Schaltvorgang auszuführen und damit den Stromkreis zu schließen. Somit ist der Einbau eines Bus-Systems im Neubau einfach: Man legt Datenleitungen, spart dafür aber die Elektrokabel beispielsweise zu den Lichtschaltern hin und von ihnen weg.

Einbau und Kosten

Bei der Verkabelung eines Neubaus zieht man in den Kabelkanal eine zusätzliche EIB-Leitung ein und plant von vornherein Schalter, die Bus-fähig sind. Aber auch beim Renovieren eines Hauses kann dieses intelligente System nachgerüstet werden. Die Kosten für die Installation eines Bus-Systems sind höher als bei einer einfachen Elektro-Installation, je nach Komfort und Zahl der angeschlossenen Geräte reichen die Mehrkosten von zwei oder drei Prozent bis zu erheblichen Mehrkosten. Dafür kann der Nutzer sich aber andere Steuerungssysteme sparen, wie beispielsweise eine separate Rollladen-Steuerung. Der Einbau eines Bus-Systems kommt dann günstiger. Das intelligente Datenleitungssystem wird immer häufiger angewendet und ist durchaus keine Luxus-Installation mehr. Auch viele Wohnungsbaugesellschaften nutzen bei Neubauten die Bus-Technik, um Steuervorgänge an Türen, Fenstern, Heizungen, Beleuchtung und Sicherheitsanlagen zentral und von extern zu ermöglichen. Ein Beispiel: Beim Verlassen der Wohnung werden auf Tastendruck alle Lichter gleichzeitig ausgeschaltet. Ein starkes Argument ist auch die Kosteneinsparung im Energiebereich: Durch eine Steuerung Ihrer Heizung können Sie Ihre Heizung so regeln, dass sie in Ihrer Abwesenheit im Sparmodus arbeitet, rechtzeitig vor dem Nachhausekommen aber die Räume aufheizt, in denen Sie sich aufhalten möchten.

Neuer Standard

Der weltweit einzige offene Standard für Bus-Systeme heißt KNX. Die KNX-Technologie entstand aus der technischen Zusammenführung der drei europaweit etablierten Bus-Standards EIB (Elektroinstallationstechnik), EHS (Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik) und Batibus (Heizung/Lüftung/Klima). Zielsetzung dieser Integration war es, eine einheitliche technologische Plattform für alle Bereiche der Haus- und Gebäudesystemtechnik in Form eines internationalen Industriestandards zu schaffen. KNX ermöglicht die zentrale Steuerung nahezu aller Komponenten der Haus- und Gebäudesystemtechnik von der Beleuchtung über die Heizung bis zur Alarmanlage und bietet sowohl im Zweckbau als auch im Wohnungsbau ein erhebliches Plus an Komfort, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Die KNX-Mitgliedsunternehmen bieten zurzeit rund 7.000 Produktgruppen an, die für den KNX-Standard zertifiziert sind - mit ständig steigender Tendenz. Auch die Zahl der Elektroinstallateure, die über das entsprechende KNX-Know-how verfügen, wird immer größer. Bereits heute hat die KNX Association Partnerschaftsverträge mit mehr als 21.000 Installationsbetrieben in 70 Ländern.

KNX - der weltweit offene Standard für BUS-Systeme.

SWP Kundenportal

Das SWP Kundenportal - schnell, flexibel, sicher! jetzt anmelden!

ServiceLine

SWP Service Line

Mo - Fr 7:30 - 18:00 Uhr
Kostenfrei aus dem dt. Festnetz
Tel. 0800 797 39 39 39 Fax 0800 797 39 13 39
E-Mail          

Sind Sie Netznutzer? Weitere Infos finden Sie hier.

Infos anfordern

Sie möchten per E-Mail eine Broschüre über Services der Datenfernleitung geschickt bekommen? Dann senden Sie uns eine E-mail mit dem Stichwort KNX.

E-mail  

Link

EIB Display

Mehr Informationen zu intelligenter Haustechnik finden Sie hier.