Fernwärme für den "Tiergarten"

Auf dem Areal der ehemaligen Buckenbergkaserne im Südosten Pforzheims arbeiten die Bagger: Am Rande des Staatswaldes entsteht ein äußerst reizvolles Wohngebiet im Grünen. Insgesamt 200 attraktive Bauplätze für frei stehende Einfamilien- und Doppelhäuser sowie Reihenhausgruppen werden ausgewiesen; mit dem Bau der ersten Wohngebäude soll 2009 begonnen werden. Das Baugebiet wird an die moderne Fernwärmeversorgung der Stadtwerke Pforzheim angeschlossen.

Das neue Wohngebiet wurde sorgfältig geplant. In diesem städtebaulichen "Sahnestück" möchte die Stadtbau Pforzheim GmbH gemeinsam mit den Gesellschaftern der Projektentwicklungsgesellschaft eine Siedlung errichten, die gleichermaßen die Tätigkeiten "Wohnen", "Arbeiten" und "Ausbilden" an einem Ort zusammenbringt. Ein großes Einkaufszentrum wird das neue Wohngebiet mit Bedarfsgütern versorgen. Aus einem Guss soll auch die Energieversorgung gestaltet werden. Deshalb beauftragte man namhafte Institute mit der Ausarbeitung eines Energiekonzepts.


Energie - effizient und nachhaltig

Wie nutzt man Energie am besten? Welcher Primärenergieträger steht auch in 30 Jahren noch zur Verfügung? Welches Energiekonzept lässt auch den späteren Generationen Luft zum Atmen? All diese Fragen stellten sich das renommierte Steinbeis Transferzentrum Energie und die Fraunhofer-Allianz Energie, unter deren Dach elf Fraunhofer-Institute zusammenarbeiten. Die Wissenschaftler sollten eine sparsame und Ressourcen schonende Energieversorgung entwickeln und benennen. Das Ergebnis: Als besonders effizient und umweltfreundlich hat sich die Versorgung des neuen Wohngebiets mit Fernwärme herausgestellt. "Die Fernwärme kommt direkt per Rohrleitung ins Haus", sagt Peter Günther, Leiter der Hauptabteilung Netzbau und Netzbetrieb bei den SWP. "Die Kunden benötigen weder eine eigene Heizungsanlage mit Brenner und Kamin noch eine Brennstoffbevorratung." Stattdessen wird die Energie für alle Gebäude zentral im Heizkraftwerk Pforzheim erzeugt.

Wissenschaftlich bestätigt:

Fernwärme ist besonders effizient und umweltfreundlich.

Energie aus dem Heizkraftwerk Pforzheim

Das Heizkraftwerk (HKW) Pforzheim erzeugt in Rohstoffe sparender und klimafreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Wärme gleichzeitig. Die Wärme wird über Heißwasserleitungen in das Wohngebiet geschickt. In den Fernwärme-Übergabestationen gibt das Heißwasser seine Wärmeenergie an den jeweiligen Heizkreislauf ab und wird abgekühlt ins HKW zurückgepumpt. Dort beginnt der Kreislauf von neuem. Beim Transport entstehen nur geringe Wärmeverluste.

Strenge Vorgaben des Staates

Beim Bauen ist Energie sparen Pflicht. Neue Wohngebäude müssen mindestens den Standard "KfW 60" einhalten. Das bedeutet, dass der Primärenergieverbrauch des Gebäudes 60 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr nicht überschreiten darf - ein hoher Anspruch an Dämmung und Heizung. Seit 1. April 2008 schreibt außerdem das Erneuerbare-Wärme-Gesetz in Baden-Württemberg vor, dass 20 Prozent der Energie für Heizung und Klima aus erneuerbaren Energieträgern stammen oder ersatzweise die Wärmeenergie in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt sein muss. Diese Vorgabe wird mit dem Bezug von Fernwärme automatisch erfüllt.

Gesetzliche Vorgaben des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes werden durch Fernwärme automatisch erfüllt.

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Vorteile von Fernwärme

  • Hohe Versorgungssicherheit
  • Optimale Nutzung der eingesetzten Energie
  • Erfüllung der Energievorschriften.
  • Preisstabilität
  • Kostengünstig und Platz sparend
  • Keine Schadstofferzeugung am Haus
  • Geringer Betriebs- und Wartungsaufwand