Sichere Trafo-Versorgung - das A und O für Unternehmen
SWP unterstützen Betriebe mit ihrem Trafo-Wartungsservice
Etwa 800 Transformatoren stehen in Pforzheim und Umgebung, darunter acht Groß-Trafos. Diese transformieren Hochspannung mit 110 000 Volt (110 kV) auf 20 000 Volt (20 kV) Mittelspannung herunter. Die kleineren Netz-Trafos sind für das Umspannen von 20 kV Mittelspannung auf 400 Volt Niederspannung zuständig. Ein Drittel dieser Anlagen gehört Unternehmen in Pforzheim, die für die Wartung und Instandhaltung der Transformatoren und Schaltanlagen selbst verantwortlich sind. Um diese elektrischen Geräte in Schuss zu halten und Stromausfälle in den Betrieben zu vermeiden, haben die SWP einen Wartungsvertrag für Trafos und Schaltanlagen eingerichtet: Mitarbeiter der Stadtwerke inspizieren und warten diese Betriebsmittel regelmäßig. So tragen sie Sorge dafür, dass diese Betriebsmittel in gutem Zustand sind und lange betriebsfähig bleiben.
Verschiedene Arten von Trafos
Trafos unterscheiden sich deutlich voneinander. Die Funktion ist bei Netz-Transformatoren zwar immer dieselbe: Sie bestehen aus einem Kern als Träger des magnetischen Flusses und seinen Schenkeln, den umwickelten Teilen des Kerns. Mithilfe elektromagnetischer Induktion wird bei gleich bleibender Frequenz die Stromspannung vermindert. Größe, Leistung und verwendete Kühlungsmittel variieren aber sehr stark. Diese dienen dazu, die Wärmeverluste aufzunehmen, die der Trafo entwickelt und sie an die Umgebung abzuleiten. "Bei den Trafos in Pforzheim handelt es sich größtenteils um Öl-Transformatoren, andere nutzen als Medium das Isoliergas Schwefelhexafluorid 6, bei einem dritten Typ sind die Wicklungen in Harz eingegossen", sagt Ralf Gottwald, Elektromeister in der Abteilung Strom - Mittel- und Hochspannung. "Manche Firmen betreiben außerdem weniger gängige Trafos mit 1000, 1250 oder 1600 kVA. Diese haben wir wegen der enormen Kosten natürlich nicht ersatzweise auf Lager", erklärt er. Umso wichtiger, dass der Trafo "top fit" ist und es erst gar nicht zum Ausfall kommt.
Inspektion und Wartung
Durch die enorme Beanspruchung eines Trafos machen sich Materialschäden schnell bemerkbar. "Wir hatten vor einiger Zeit eine Serie von Fehlern an Trafos", sagt Elektromeister Ralf Gottwald. "Bei diesen Trafos waren minderwertige Isolierungs-Lacke verwendet worden. So entstanden Kurzschlüsse." Diese Art Trafos wurde von den SWP fast vollständig vom Netz genommen. Die häufigsten Fehler sind Kurzschlüsse durch Materialermüdung bei zu hoher Belastung. Wie jedes Betriebsmittel unterliegen auch Transformatoren einem Alterungsprozess (Abnahme des Isoliervermögens der Wicklung und des Isolieröles) Bei ständiger hoher Belastung werden die organischen Stoffe schneller ausgelaugt als bei normaler Belastung. Im Falle eines Kurzschlusses lösen dann die Sicherungselemente aus und trennen den Trafo vom Netz. Doch diese Fehler sind sehr selten zu verzeichnen. Normal ist dagegen die Abnutzung der Dichtungen. "Deshalb schauen wir auch bei der Inspektion zuerst, ob Öl aus dem Trafo ausgetreten ist", erklärt Ralf Gottwald. "Das melden wir der Firmenleitung und vereinbaren einen Termin zum Dichtungsaustausch." Dafür muss der Trafo frei geschaltet werden, eine Arbeit, die am besten am Wochenende erledigt wird, wenn die Abschaltung keinen Produktionsausfall verursacht. "Zwei Mann haben ungefähr acht Stunden Arbeit, die nur im spannungslosen Zustand ausgeführt werden kann", sagt Elektromeister Gottwald.
Vorbeugen ist besser ...
Der Wartungsvertrag, den die SWP mit dem Strom-Kunden abschließen, beinhaltet drei Inspektionen und eine Wartung der 20kV Schaltanlage und des Transformators die nach Bedarf geplant wird. Sollte die letzte Wartung schon lange vorbei sein, wird sie im ersten Jahr des Vertrags ausgeführt. Das Honorar für die Wartung wird in jedem Fall auf vier Jahre verteilt und ist damit leichter bezahlbar. Die Wartung lohnt sich allemal: "Produktionsausfälle durch Kurzschluss sind weitaus schwerer zu verkraften", sagt Ralf Gottwald. Denn nicht in jedem Fall haben die SWP den benötigten Trafo oder Schaltanlagen vorrätig, und je nach Lieferzeit kann der Austausch mehrere Tage dauern.
Das SWP-Team aus acht Monteuren und Meistern, allesamt Spezialisten, die sich mit den unterschiedlichsten Stromthemen auskennen, kümmert sich fast liebevoll um die Trafos. "Ein Transformator hält ca. 35 bis 40 Jahre", sagt Ralf Gottwald. "Wenn man ihn aber gut wartet und pflegt, verlängert sich seine Betriebszeit eventuell um 15 bis 20 Jahre!" Dem Kunden dazu verhelfen, dass jederzeit Strom für Maschinen und Beleuchtung zur Verfügung steht - das ist das oberste Ziel.
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