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Beispeil: Wäscherei Merz revolutioniert das Wäschewaschen

Im Juni dieses Jahres hat die Wäscherei Merz im neuen Gewerbegebiet Dachstein in Wurmberg ihr neues Werk bezogen. Dabei ging es Geschäftsführer Volker Burkhard zwar auch um den neuen Standort, der günstig an der Autobahn 8 zwischen Pforzheim und Heimsheim liegt, aber in erster Linie um die Umsetzung einer ganz neuen Technik. In Wurmberg ist die weltweit erste Wäscherei entstanden, die ohne Dampf arbeitet. Hierbei kommt eine im Wäschereigeschäft einzigartige Maschinentechnologie zum Einsatz. Die Wäsche wird nicht, wie seit jeher üblich, mit Dampf, sondern mit durch Gas erhitztem Wasser gewaschen. In herkömmlichen Wäschereien werden große Mengen Dampf in einem Kesselraum zentral erhitzt. Der heiße Dampf gelangt in Rohrleitungen zu den einzelnen Waschmaschinen. Die Abwärme entweicht dabei in der Regel
ungenutzt in die Außenluft.

Anders in der neuen Waschstraße und Mangel der Wäscherei Merz. Jede Waschmaschine hat hier einen eigenen Gasbrenner. Dadurch wird die Wärme direkt dort genutzt, wo sie erzeugt wird. Es entstehen keine Transportverluste. Zum anderen können die Energiekosten dem Kunden direkt zugeordnet werden. Das erleichtert die Kalkulation. Abwärme und Abwasser werden effizient weitergenutzt. Das Abwasser- und Abwärmerecycling senkt die Energiekosten und schont gleichzeitig die Umwelt.


Wäscherei setzt Maßstäbe

Realisiert wurde das neue Werk von der Fachfirma Kannegiesser, einem international bekannten Hersteller von Wäschereitechnik. Unter der persönlichen Federführung von Geschäftsführer Martin Kannegiesser entstand in Wurmberg eine Demonstrationswäscherei, die neue Maßstäbe im Bereich Umweltschutz setzen soll. Die Bedeutung des neuen Betriebes für die Region und das Land Baden-Württemberg unterstrich auch die Anwesenheit des Ministerpräsidenten Günther Oettinger an der feierlichen Einweihung
der Wäscherei am 13. September. Das Unternehmen Merz, das im Jahre 1950 gegründet wurde, war zunächst auf das Waschen von Haushaltswäsche ausgerichtet.
Angeboten wurde ein Lieferservice für private Haushalte. Im Jahre 2000 verlagerte Volker Burkhard, Sohn der Unternehmensgründer und heutiger Inhaber, den Unternehmensschwerpunkt auf die Bearbeitung von Bewohnerwäsche für Alten- und Pflegeheime und führte erfolgreich das System "Pflegeheim-Wäsche-Logistik" (pwl) ein. Mittlerweile konzentriert sich die Wäscherei Merz mit ihrem Dienstleistungsangebot auf die Zielgruppen Alten- und Pflegeheime, Hotels und Restaurants sowie Krankenhäuser. Der sozial engagierte Betrieb beschäftigt 50 Mitarbeiter, davon sieben behinderte Menschen.

Gas von den Stadtwerken Pforzheim

Seit 2005 bezieht die Wäscherei Merz Erdgas von den Stadtwerken Pforzheim. Schon im alten Betrieb stellte Geschäftsführer Burkhard sukzessive von Öl auf Gas um. Erdgas besitzt einen höheren Wirkungsgrad als Öl und verursacht geringere CO2-Emissionen. Die Wärmeversorgung der neuen Wäscherei in Wurmberg basiert zu 100 Prozent auf Erdgas..

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