Energiesparpotentiale nutzen

Deutsche Industrie- und Gewerbebetriebe konnten in den letzten Jahren ihren Gesamtenergieverbrauch verringen - obwohl die Produktion stieg. Dennoch ist beim Energiesparen das Ende der Fahnenstange noch lange nicht in Sicht: Experten des BMU sehen noch erhebliches Einsparpotenzial in deutschen Firmen. Mehr Energieeffizienz entlastet die Umwelt und senkt die Kosten der Unternehmen. Das BMU bietet konkrete Ratschläge zu Einsparmöglichkeiten in speziellen Branchen und Unternehmensbereichen an und hat diese in der Broschüre "Energieeffizienz " zusammengetragen.


Verschiedene Branchen

Einsparpotentiale für

  • Zellstoff- und Papierindustrie
  • Holzbe- und -verarbeitung
  • Sägeindustrie
  • Textilindustrie
  • Stein- und Keramikindustrie
  • Metallverarbeitung
  • Galvanik
  • Kunststoffindustrie
  • Fleischverarbeitung
  • Bäckereien
  • Brauereien
  • Gastgewerbe

Beispiel Druckluft

In unterschiedlichen Branchen lassen sich Verbesserungen an der Energieeffizienz von Druckluftgeräten, Elektromotoren und Pumpensystemen erreichen. Beispiel Druckluft: Durch die richtige Dimensionierung der Anlage, eine regelmäßige Wartung und Instandsetzung, die Leckagen sofort behebt, und durch die Nutzung der Abwärme können energie- und kostensenkende Effekte erzielt werden. Pumpensysteme arbeiten sparsamer im Doppelpumpenbetrieb.Die Rotorblätter sollten effizient gestaltet und die Motor-Drehzahl richtig gewählt werden.

Beispiel Beleuchtung

Besonders viele Maßnahmen kommen bei der Senkung der Kosten für die Beleuchtung in Betracht: Energiesparlampen benötigen 80 Prozent weniger Energie als herkömmliche Glühlampen. Die Verwendung von Halogen-Metalldampflampen anstelle von Quecksilber-Hochdrucklampen erzeugt eine bessere Farbwiedergabe und spart rund 50 Prozent Energie. Elektronische Vorschaltegeräte für Leuchtstofflampen sparen 20 Prozent Energie gegenüber herkömmlichen Vorschaltgeräten, um nur einige Anregungen aus der Studie zu nennen.

Bis zu 80 % Energieeinsparung durch Energiesparlampen

Beispiel EDV

Branchenübergreifende Einsparpotenziale ergeben sich bei der EDV. So können die Systemadministratoren das Energiemanagement des Betriebssystems aktivieren. Mitarbeiter sollten Komponenten wie Drucker oder Plotter immer abschalten, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Die zentrale Pflege der Clients durch Systemmanagement-Server muss so organisiert sein, dass Rechner und Teilnetze nur bei Bedarf über Nacht in Betrieb sind. Unternehmen sollten in neue energieeffiziente Geräte investieren und dabei Anlagen mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel" oder dem GEEA-Zeichen bevorzugen. Außerdem gilt die Empfehlung: Die mittlere Raumlufttemperatur sollte in EDV-Räumen 26 Grad betragen.

Energieensparung durch koordiniertes Systemmanagement.

Weitere Einsparpotentiale

Auch für Lüftung, Kühlung und Kältetechnik setzen Unternehmen unnötig viel Energie ein. Einsparpotenziale erkennt die Studie zudem bei der Nutzung von Raum- und Warmwasser. Hier wirken sich etwa eine kürzere Belüftungsdauer und die Temperaturabsenkung in der Nacht positiv aus. Um weitere Spareffekte zu erzielen, rät die Broschüre, ältere Systeme auszutauschen, Flansche, Pumpen, Verschraubungen und Leitungen des Rohrnetzes zu dämmen, die Steuerung der Heizungsanlage zu optimieren, die Kesselleistung dem tatsächlichen Bedarf anzupassen und schließlich die Warmwasserbereitung nicht größer auszulegen als nötig.

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