Die SWP versorgt Hohenwart mit Nahwärme - dank des Biomasse Heizwerks.

Forum-Geschäftsführer Gerhard Hötger im Gespräch mit Jochen Hüttler von den SWP.

Als Tagungs- und Bildungszentrum der Evangelischen Kirche in Pforzheim bietet das Hohenwart Forum 17 Tagungsräume unterschiedlicher Größe sowie 140 Betten in 99 Zimmern. Wenn morgens zwischen 6 und 8 Uhr alle Tagungsgäste duschen, ist das für die Warmwasserbereitung durchaus eine Herausforderung.

Das Hohenwart Forum ist Hauptabnehmer der Nahwärme

„Eine Herausforderung, die das Heizwerk tadellos meistert“, betont Gerhard Hötger, Geschäftsführer der Hohenwart Forum GmbH. Das Forum ist Nutzer der ersten Stunde und Hauptabnehmer der im nahe gelegenen Heizwerk erzeugten Wärme. Die Nahwärme ersetzte im Tagungszentrum eine Heizungsanlage, die auf Flüssiggas basierte und altersbedingt erneuert werden musste. „Da wir ein kirchliches Haus sind, ist es uns ein Anliegen, zur Bewahrung der Schöpfung beizutragen und nachhaltig zu wirtschaften. Wir haben uns aus ökologischen Gründen für die Nahwärme entschieden“, sagt Hötger. Damit habe man auch anderen öffentlichen und privaten Abnehmern die Möglichkeit eröffnet, eine ökologische Variante zu wählen.

Erfolgreiches Umweltmanagement

Bereits 2009 hat das Forum Hohenwart ein systematisches Umweltmanagement begonnen und seit 2011 erfüllt dieses die Kriterien nach dem europäischen Standard EMAS. „Vor der Umstellung auf Nahwärme im letzten Jahr hatten wir bereits eine neue Heizungssteuerung installiert, sodass wir je nach Belegung der Tagungsräume und Zimmer automatisch über die Buchungssoftware die Temperatur regeln“, führt der Geschäftsführer aus. In Kombination mit der Nahwärme hat das Forum nun im Vergleich zu 2009 seinen CO2-Ausstoß um nahezu 80 Prozent reduziert. In Kürze werde das Forum CO2-freie Tagungen anbieten können, so Hötger.

Nahwärme - Sicher versorgt

Weitere Vorzüge der Nahwärme seien, dass das Forum die Anlage nicht mehr selbst betreiben muss und keine Wartungskosten oder TÜV-Abnahmen anfallen. Und falls einmal eines der drei Systeme im Heizwerk ausfalle, könne ein anderes das kompensieren. „Alles in allem ist das eine stabile Grundlage für viele Betriebsjahre“, so Geschäftsführer Hötger.