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Created with Sketch. Störungsmeldung

Bei einer Störung im Bereich Strom, Erdgas, Trinkwasser, Fernwärme oder Straßenbeleuchtung erreichen Sie die Stadtwerke Pforzheim jederzeit unter den folgenden Telefonnummern.

 

(0800) 7973-9383-7

  • 24 Stunden erreichbar
  • Kostenlos aus dem deutschen Festnetz

 

Defekte Straßenbeleuchtungen können Sie problemlos unter folgendem Link melden: www.stoerung24.de

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Alles über Strom!

Wir feiern dieses Jahr 125 Jahre Stromversorgung in Pforzheim! Darauf sind wir natürlich besonders stolz, denn eine stabile Stromversorgung ist mit viel Wissen und harter Arbeit verbunden. So können wir garantieren, dass Sie sich keine Sorgen machen müssen, wenn Sie den Stecker in die Steckdose stecken. Doch was ist Strom eigentlich und wie entsteht er? Das wollen wir in diesem Artikel für Sie erläutern!

Was ist Strom?

Elektrizität bzw. Strom ist nicht sichtbar. Er besteht aus winzig kleinen Teilchen, die noch kleiner als Atome sind und die eine bestimmte elektrische Ladung haben. Wenn elektrische Ladung durch ein Material fließt, spricht man von einem elektrischen Strom. Er wird durch die Bewegung der Elektronen in dem Material verursacht, dem sogenannten elektrischen Leiter. In einem elektrischen Stromkreis verleiht eine Stromquelle, wie in etwa eine Batterie, den Elektronen die Energie, so dass sich
die Ladungen vom negativen Pol (Minuspol) der Stromquelle, durch den Stromkreis, zum Pluspol bewegen können. Bewegen sich Elektronen durch einen Kupferdraht, handelt es sich um einen Stromfluss.

Wie viel Strom durchfließt wird in Ampere gemessen, benannt nach dem französischen Physiker und Mathematiker André Ampere. Damit der Strom fließen kann, wird Spannung benötigt. Sie ist die treibende Kraft, die die Ladungsbewegung verursacht. Die Spannung wird in Volt gemessen. Der Gegner der Spannung ist der Widerstand. An jedem Widerstand fällt die Spannung ab - sprich wird weniger. Die Höhe des Widerstandes wird in Ohm angegeben. 

Gegensätze ziehe sich an

Elektrizität ist eine Kraft, die schon immer in der Natur vorhanden war. Am besten ist sie in Form von Blitzen am Himmel sichtbar. Die alten Griechen hatten auch schon ihre Erfahrung mit Strom. Das Wort „Elektron“ stammt aus ihrem Sprachschatz und bedeutet Bernstein. Reibt man diesen mit einem Tuch aus Wolle, wird er elektrostatisch aufgeladen und zieht kleine leichte Teilchen an. Das funktioniert auch mit einem Luftballon sehr gut: Reibt man einen Ballon an einem Pullover, lädt er sich negativ auf. Berührt er eine Wand, werden die obersten Elektronen an der Wand abgestoßen. Es bilden sich positiv geladene Gebiete, dadurch wird der Ballon angezogen.

Auch Haare standen unter bestimmten Umständen schon immer buchstäblich "zu Berge": Beim Kämmen, Mütze abnehmen oder Überstreifen von Kleidung entsteht Reibung - unsere Haare geben die negativ geladenen Elektronen an Kamm oder Textilien ab und bekommen selbst eine positive Ladung. Die Folge davon ist, dass sie senkrecht in der Luft stehen.

Wer hat's erfunden?

Natürlich niemand - Elektrizität gibt es schon immer. Allerdings fanden die Menschen 1672 einen Weg, die „himmlische“ Energie für sich zu nutzen: Der deutsche Physiker Otto von Guericke baute seine Elektrisiermaschine - Er spannte eine Schwefelkugel ein und rieb daran seine Hände, ähnlich wie die Griechen mit ihrem Bernstein. Die elektrische Ladung zeigte sich durch ein Leuchten.

1752 ließ Benjamin Franklin seinen Drachen mit Metallspitze im Gewitter kreisen und wies nach, dass Blitze durch natürliche Elektrizität entstehen.

1772 baute Allessandro Volta die erste Batterie, in der Strom durch chemische Reaktion erzeugt wurde. Nach ihm ist auch die Einheit zur Messung der elektrischen Spannung benannt.

 

1820 erforschte Andre Marie Ampere den Zusammenhang zwischen Magnetismus und Elektrizität. Er ist dann auch gleich der Namensgeber für die Stromstärke geworden.

1866 reichte Werner von Siemens sein Patent für eine Dynamomaschine ein. Ohne diese Maschine wäre der Elektromotor nicht entwickelt worden. Verwendet wurde in dieser Zeit noch Gleichstrom und nicht Wechselstrom. Ein weitläufiges Stromnetz gab es auch noch nicht.

1880 war die Glühbirne das erste elektrische Produkt. Damit hielt das elektrische Licht Einzug in die privaten Haushalte. Thomas Alva Edison hielt das Patent für die Glühbirne mit Kohlefaden. Er arbeitete ausschließlich mit Gleichstrom.

1881 war es erstmals möglich, Strom mit Hilfe eines Transformators über eine weite Strecke zu transportieren. In den nächsten zehn Jahren wurde von Nikola Tesla und George Westinghouse die heute gebräuchliche Form der elektrischen Übertragung vorangetrieben, mit Wechselstrom.

1882 wurden in Berlin die ersten elektrischen Straßenlaternen in Betrieb genommen.

1890 machten sich die ersten elektrischen Straßenbahnen auf den Weg.

Ab 1920 wurde Strom auch in deutschen Privathaushalten im größeren Ausmaß genutzt.

Wie entsteht Strom bzw. woher kommt Strom?

Am guten alten Fahrraddynamo lässt sich die Entstehung von Strom am einfachsten erklären. Hier sind vor allem 2 Dinge für die Produktion des Stroms verantwortlich: Eine Drahtspule und ein Magnet. Der Magnet dreht sich um die Drahtspule herum und hat im Dynamo eine besondere Kraft: Wenn er sich dreht, bewegt er die Elektronen im Draht. Sie werden hin und her geschleudert. Die Elektronen beginnen zu fließen. Mechanische Energie wird in elektrische Energie umgewandelt. Es entsteht Strom. Sobald nun in die Pedale getreten wird, dreht sich der Dynamo am Reifen und es fließt Strom. Sind alle Kabel dort, wo sie sein sollen, leuchtet die Fahrradlampe.

Was bringt die Elektronen aber dazu, so unermüdlich durch das Kabel zu wandern? Der Grund ihrer gemeinsamen Bewegung in eine Richtung ist eine so genannte Spannungsdifferenz. Das bedeutet nichts anderes, als dass sich auf der Seite, zu der sich die Elektronen bewegen, weniger Elektronen befinden als dort, wo sie herkommen.

Auch in einem Elektrizitätswerk gibt es so etwas wie Dynamos nur viel größer: Die sogenannten Generatoren. Der Generator ist das Herzstück eines jeden Kraftwerks. Er wandelt die Energie, die in der Turbinenbewegung steckt, in elektrische Energie um. Auch hier drehen sich Magnete um Drahtspulen. Um diese Generatoren zum Drehen zu bringen, wird Energie benötigt. Beim Fahrrad wird das durch den Tritt in die Pedale erledigt. Ähnlich verhält es sich bei den Turbinen, wie zum Beispiel bei unserem E-Werk in Rennfeld. Nur ist der Antrieb nicht Muskelkraft, sondern Wasser. Andere Kraftwerke nutzen Kohle, Biomasse oder Atomkraft.

In Kohle-, Biomasse- oder Atomkraftwerken entsteht bei der Verbrennung bzw. Kernspaltung Hitze, durch die Wasser zu Dampf wird. Strömt dieser mit hohem Druck durch die Turbine, setzt der Dampf diese in Bewegung.

Eine andere Methode nutzen Solarkraftwerke. In ihren Panels entsteht Strom direkt aus der Sonnenenergie. Sie kommen ohne Generator aus, da die Sonne (sehr vereinfacht) die Elektronen direkt im Material der Solarzellen bewegen kann.

Egal welche Kraft zur Stromproduktion genutzt wird, die produzierte Spannung ist sehr hoch. Damit der Strom unsere Staubsauger, Eierkocher oder Kaffeemaschinen zum Laufen bringen kann, muss die hohe Spannung erst umgewandelt werden. Das leisten Transformatoren oder „Umwandler“. Große Transformatorenstationen verringern die Spannung auf 230 Volt.

Wie kommt der Strom ins Haus?

Gut vernetzt zu sein, ist wichtig. Das gilt für alle Lebensbereiche. Das Stromnetz ist der Überbegriff für verschiedenste elektrische Leitungssysteme, die den Strom vom Kraftwerk zu uns ins Haus leiten. Wir erklären heute kurz die Wichtigsten:

 

Hochspannungsnetz:
Zur Fernübertragung von großen Strommengen wird das Hochspannungsnetz genutzt. Strom wird über weite Strecken mit geringen Verlusten zu Verteilerstationen transportiert, so dass das Netz dann Orte, Stadtteile oder eben die Industrie über Mittelspannungsnetze versorgen kann. Auch wir als Stadtwerk gehören zu den Abnehmern des Stroms.

Mittelspannungsnetz:
Über das Mittelspannungsnetz werden hauptsächlich die Industrie, Ortschaften und Stadtteile mit Strom beliefert und zu den Transformatorstationen, die den Strom dann für die Niederspannungsnetze umwandeln.

 

Niederspannungsnetz:
Die Definition des Niederspannungsnetz ist recht simple: Durch dieses Netz kommt der Strom zu uns in die Haushalte.