Stadtwerke Pforzheim eröffnen die Ausstellung "Der Gasometer"

Die Stadtwerke Pforzheim eröffnen die Ausstellung "Der Gasometer"

28.11.2014. Die Stadtwerke Pforzheim öffnen ihr Kunstarchiv und zeigen Arbeiten zum Glockengasbehälter und ehemaligem Gaswerksgelände. Die Ausstellung läuft bis Ende Februar 2015.

Der historische Gaskessel von 1912 in der Pforzheimer Oststadt ist momentan in aller Munde. In dem 2005 außer Betrieb genommenen Gasometer, einem der letzten derartigen Industriedenkmale in Baden Württemberg, wird in wenigen Tagen das Panorama des Berliner Künstlers Yadegar Asisi eröffnet werden.

Alter Gasometer wird zur Ausstellungsfläche

Parallel dazu zeigen die SWP im Kundencentrum Kunstwerke und historische Fotos, die den zylinderförmigen Gasbehälter zeigen. Ausgangspunkt für die Ausstellung war eine Sichtung der bei den Stadtwerken Pforzheim vorhandenen Kunstwerke durch die Kunsthistorikerin Regina M. Fischer. Über viele Jahrzehnte kamen bei den SWP Werke verschiedener Künstler zusammen, die sich mit dem Thema Energie in vielfältigster Weise beschäftigt haben. Daneben finden sich Werke von namhaften Pforzheimer Künstlern.

Um die Sammlung den Pforzheimer Bürgerinnen und Bürgern zugänglich zu machen, planen die SWP nun wieder regelmäßige Ausstellungen im SWP-Kundencentrum in der Werderstraße. Den Auftakt bildet die nun eröffnete Ausstellung zum Thema „Gasometer“.

Im Mittelpunkt stehen die achtteilige Werkgruppe des Malers Gerhard Batt aus dem Jahr 2005, der eine fotorealistische Ansicht des Objekts mit einer Serie von Fotoarbeiten kombiniert und die künstlerische Spurensuche des Fotografen Winfried Reinhardt, der in zahlreichen Detailansichten die Schönheit des Industriedenkmals herausarbeitet.

Ort der Ausstellung

Die Ausstellung befindet sich im SWP-Kundencentrum, Werderstraße 38, 75173 Pforzheim.

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 17.00 Uhr

Donnerstag bis 18.00 Uhr

Video Eröffnungsveranstaltung

Besuchen Sie unsere Mediathek und schauen Sie sich das Video zur Vernissage an.

Informationen zu den Künstlern

Gerhard Batt, Die Gasometer,
Öl auf Leinwand, Fotografien, 2005

Geboren wurde der Maler Gerhard Batt 1947 im Nordschwarzwald.
Er war seit den 70er Jahren als Designer und Inneneinrichter tätig. Nach einem längeren Aufenthalt in einem griechischen Kloster gab er 1992 seinen Beruf auf und war ab sofort ausschließlich künstlerisch und schriftstellerisch tätig. Der Maler bezeichnet sich selbst als Vertreter eines „romantischen Realismus“.
Seine bevorzugten Themen sind, neben Porträts, nostalgische Szenen aus dem N.Y der 40er und 50er Jahre und des legendären Wüstenvolks der Tuareg.
Seine Gemälde sind gegenständlich und detailreich. Gerhard Batt hält sich immer wieder für längere Zeit im Ausland auf, die dort gewonnenen Eindrücke fließen auch in seine Arbeiten ein. In der Sammlung der Stadtwerke Pforzheim befinden sich eine Reihe von Werken, die historische Bauten der Energieversorgung zum Gegenstand haben.

In seiner Werkgruppe des historischen Gaskessels kombiniert der Künstler sieben kleiner-formatige Fotoarbeiten, die jeweils Ausschnitte und Details des historischen Baus in den Fokus nehmen, mit einem zentralen großformatigen Gemälde. Das Mittelbild in Öl auf Leinwand ist in der Malweise hoch realistisch aber in seiner Ausschnitthaftigkeit ebenso subjektiv, wie spannungsreich. Es zeigt den Blick auf den heutigen Gasbehälter in Kugelform durch die Eisenstreben des historischen Gasometers hindurch gesehen und verknüpft damit die Vergangenheit mit der Gegenwart der modernen Energieversorgung.
Der zylindrische Gasbehälter in der Pforzheimer Oststadt wurde im Jahr 1912 errichtet, er ist einer der letzten historischen Industriedenkmale seiner Art in Baden Württemberg. Mit einem Durchmesser von 44,5 m erreichte er komplett gefüllt und damit ganz ausgefahren eine Höhe von rund 40 Metern.

Winfried Reinhardt: Vergangenheit - Gegenwart – Zukunft
Fotografie, 2010

Präzision und Poesie - Winfried Reinhardt nutzt die technischen Möglichkeiten der Fotografie um Stimmungen zu erzeugen und festzuhalten. Mit großem bildnerischem Feingefühl erfasst er die Oberfläche der Dinge und enthüllt  die Inhalte dahinter. In der Präzision des fotografischen Blicks entfaltet sich die Magie des Bildes. So begab sich der 1959 in Freudenstadt geborene Künstler 2010 auf eine fotografische Spurensuche in den damals stillgelegten Gasbehälter.

Ganz im Sinne der ursprünglichen Wortbedeutung des griechischen phōs – Licht und graphein – zeichnen, also mit Licht zeichnen fängt er die Lichtstimmung und die hell- dunkel Modulationen im inneren des Gasometers ein oder rückt die Details des Industriedenkmals so in den Vordergrund, dass ein Bild voll Poesie und Schönheit entsteht. Er vermag es meisterhaft den Zauber des Alltäglichen zu wecken.
Winfried Reinhardt, der durch verschiedene Ausstellungen und Fotoserien bekannt ist, studierte nach seine Ausbildung zum Fotografen ab 1980 Fotoingenieurwesen an der FH Köln und hat mehrere Lehraufträge an der HS Pforzheim oder der Südwestakademie Stuttgart inne.

SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Sandweg 22, 75179 Pforzheim | Handelsregister Mannheim, HRA 50 36 09 | USt Id.Nr.: DE 214129630
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