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Bei einer Störung im Bereich Strom, Erdgas, Trinkwasser, Fernwärme oder Straßenbeleuchtung erreichen Sie die Stadtwerke Pforzheim jederzeit unter den folgenden Telefonnummern.

 

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Alles Wissenswerte
zum BEHG und dem CO₂-Preis

Im Zuge der Energiewende wird ab diesem Jahr der CO₂-Preis eingeführt. Um was es konkret geht und was der CO₂-Preis für Sie als Privatkunde bedeutet, haben wir auf dieser Seite zusammengestellt.

Mehr Engangement in Sachen Klimaschutz wird nicht nur freitags von Umweltaktivisten gefordert, auch gesetzlich hat man sich zur CO2-Reduktion bereits Gedanken gemacht. So hat die Energiewirtschaft ihre CO2-Emissionen gegenüber 1990 schon 2019 um 46 % reduziert und somit das 2020er-Klimaschutzziel von – 40 % früher erreicht als vorgegeben.
Auch die Regierung hat reagiert und 2019 das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) eingeführt, um den bewussteren Umgang mit CO2-Emissionen zu fördern. EIn Teil des BEHG ist derzeit in aller Munde: Der CO2 Preis. Wie dieser der Umwelt zugute kommen soll, welche Auswirkungen er auf den Endverbraucher hat und warum man auch in Zukunft auf Erdgas umsteigen sollte, haben wir Ihnen in einer kleinen FAQ-Runde zusammen gestellt.

Was ist das BEHG?

2019 wurde das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) von der Bundesregierung eingeführt. Dieses Gesetz besagt, dass CO2-Emissionen, welche nicht vom Europäischen Emissionshandel erfasst sind, ab 2021 bepreist werden müssen. Darunter fällt die Nutzung von Energieträgern wie Benzin, Diesel und auch Erdgas. Es wird also ein Preis für die durch Wärme und Verkehr entstehenden CO2-Emissionen eingeführt. Der CO2-Preis soll dem Klimaschutz zugutekommen und Anreize zum umweltschonenden Verhalten geben. 

Was bedeutet das BEHG für Gaskunden?

Gasvertriebe sind sogenannte Inverkehrbringer nach dem BEHG und müssen für verkauftes Erdgas CO₂- Zertifikate kaufen. Dies geschieht in einem nationalen Emissionshandelssystem (nEHS oder auch Brennstoffemissionshandel): Das nEHS wird neu in Deutschland etabliert und ist bei der Deutschen Emissionshandelsstelle DEHST angesiedelt.
Die Kosten für den Zertifikateerwerb fließen in die Kalkulation der Vertriebe ein. Je nach Entwicklung weiterer Preiselemente kann sich dadurch der Preis für Erdgas für den Gaskunden ändern.

Wie macht sich der CO₂-Preis bemerkbar?

Der Preis für eine Tonne CO₂-Emissionen ist für 2021 mit 25 Euro festgelegt und wird entsprechend des jeweiligen CO₂-Ausstoßes, der bei der Verbrennung der Energieträger freigesetzt wird, umgelegt. Bis 2025 ist eine kontinuierliche Preisentwicklung festgelegt. Dabei steigt der Preis bis 2025 auf 55 Euro pro Tonne CO₂. Umgerechnet liegt der CO₂-Preisanteil für eine kWh Erdgas 2021 bei 0,54 Cent brutto.

Beispiel: Im Jahr 2021 entstehen für einen 4-Personenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 18.000 kWh Mehrkosten von 97,20 €.

Der staatlich vorgegebene CO₂-Preis wird als weiterer Preisbestandteil, wie schon Steuern und Abgaben, in die Energiepreise einkalkuliert. Das kann zu steigenden Energiepreisen führen.

Hat der CO₂-Preis auch Auswirkungen auf den Fernwärmetarif?

Unser Fernwärmetarif bleibt vom neuen CO2-Preis unberührt. Da die Erzeugungsanlagen im HKW eine Leistung von mehr als 20 MW Feuerungswärmeleistung haben, wird bereits seit 2005 am europäischen Emissionshandel teilgenommen und darüber ein CO₂-Preis entrichtet, welcher bereits im Fernwärmepreis für den Endkunden enthalten ist.

Wie wird sich der CO₂-Preis in Zukunft entwickeln?

Bis 2025 ist eine kontinuierliche Preisentwicklung festgelegt. Dabei steigt der Preis bis 2025 auf 55 Euro pro Tonne CO₂. Ab dem Jahr 2026 werden die sogenannten CO₂-Zertifikate gehandelt. Das heißt, in ei-nem gesetzlich vorgegebenen Rahmen von 55 bis 65 Euro wird sich der Preis in einem Markt bilden, in dem CO₂-Zertifikate verkauft und gekauft werden können. Ab 2027 sieht das Gesetz keine Festpreise bzw. Ober- und Untergrenzen mehr vor. Die Preisentwicklung für diesen Zeitraum wird von Angebot und Nachfrage bestimmt werden und lässt sich derzeit nicht voraussagen.

Warum ist es zukünftig sinnvoll, auf Erdgas umzusteigen?

Bei der Verbrennung von Erdgas wird zwar CO₂ freigesetzt, jedoch bei weitem nicht in dem Ausmaß, wie es bei den anderen konventionellen Energieträgern der Fall ist. Erdgas ist also vergleichsweise die klimaschonendste Variante und wird deshalb auch mit einer niedrigeren CO₂-Steuer bepreist.


Im Neubau bietet Erdgas in Kombination mit Erneuerbaren Energien eine vergleichsweise kostengünstige Option der umweltschonenden Energieversorgung. Im Bestand wird jede zweite Wohnung mit Erdgas beheizt und ermöglicht so bezahlbare und komfortable Wärmeversorgung mit relativ geringen CO₂-Emissionen. Mit klimaschonenden Gasen und der vorhandenen Infrastruktur wird die Gaswirtschaft den Wärmemarkt zunehmend grüner gestalten.

Schon heute tragen Haushalte, die mit Gas heizen zum Klimaschutz bei, denn: Gas verbrennt besonders emissionsarm. Die Besonderheit bei Gas: Schon heute ist es möglich, dem Erdgas CO₂-neutrales, grünes Gas, wie zum Beispiel Bio-Erdgas beizumischen. Zudem lässt sich Erdgas mit zum Beispiel erneuerbarer Wärme aus Solarthermieanlagen auf dem Dach kombinieren.

Wie wird der Energieträger Gas zukünftig zunehmend grüner?

Derzeit gibt es drei gängige Wege klimaschonendes Gas (also erneuerbares und dekarbonisiertes Gas) zu produzieren:

1. Biogas entsteht bei der Vergärung von Biomasse. Es kann direkt in Blockheizkraftwerken zur Strom-und Wärmeerzeugung genutzt oder zu Biomethan aufbereitet und in die vorhandene Gasinfrastruktur eingespeist, gespeichert und zu den Verbrauchern transportiert werden.

2. Erneuerbarer Wasserstoff (sogenannter "grüner Wasserstoff") entsteht durch die Elektrolyse von Wasser unter Verwendung von Strom aus erneuerbaren Quellen. Die Technologie nennt man Power-to-Gas. Für eine uneingeschränkte Einspeisung von erneuerbarem Wasserstoff in das Gasnetz ist eine nachgeschaltete Methanisierung notwendig. Das so aus dem erneuerbaren Wasserstoff erzeugte Methan weist dann die gleichen brenntechnischen Eigenschaften wie Erdgas auf und wird daher auch als synthetisches Erdgas (SNG = Synthetic Natural Gas) bezeichnet.

3. Wasserstoff aus Dekarbonisierungsverfahren (sogenannter "blauer Wasserstoff") nennt man Wasserstoff, der aus Erdgas in Kombination mit der Abscheidung CO₂ erzeugt wird. Anschließend erfolgt eine stoffliche Nutzung oder dauerhafte Verbringung des CO2 in geologische Lagerstätten (auch Carbon Dioxide Capture und Storage – CCS- Technologie genannt). Sogenannter "türkiser Wasserstoff" entsteht, wenn in Verfahren wie Plasmalyse oder Pyrolyse Erdgas in Wasserstoff und festen Kohlenstoff getrennt wird. Der feste Kohlenstoff kann z. B. in der Werkstoffindustrie verwendet werden.

Gas wird auch zukünftig ein sicherer Teil des Energiesystems und ein Energieträger sein, der als Partner der Erneuerbaren Energien zur Erreichung der Klimaziele beiträgt und dabei maßgeblich die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden erfüllt. Erdgas spielt im Wärmemarkt eine große Rolle und Gasheizungen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit.

Quelle:  BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V.)

Weitere Informationen

Hier haben wir zusätzliche Quellen für Sie zusammengestellt, bei denen Sie sich noch mehr zum Thema informieren können:

 

Sparen Sie Kosten und CO₂ mit einer neuen Heizung!


Als Mieter haben Sie die Möglichkeit, Kosten zu sparen, zum Beispiel über richtiges Lüften oder das Senken der Raumtemperatur. Schon die Reduktion von einem Grad Celsius verringert den Verbrauch um ganze 6 % und somit auch die Kosten. Auch die Durchführung eines hydraulischen Abgleiches und die regelmäßige Wartung der Anlage können die Effizienz der Anlage erhöhen.
 

Eigentümer haben zum Beispiel die Möglichkeit, in effiziente und klimaschonende Heiztechnologien zu investieren. Wird die neue Heizung mit einer Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung ergänzt, erhöht sich die jährliche Einsparung der Verbrauchskosten auf rund 1.000 Euro. Zudem gibt es derzeit umfangreiche staatliche Förderungen als Investitionszuschuss für eine neue umweltschonenden Heizung. Alternativ können die entsprechenden Investitionen steuerlich geltend gemacht werden.