Interview mit Krimi-Autor Rainer Würth

Foto: Susanne Graf

Rainer Würth ist der Autor hinter den SWP-Regionalkrimis mit dem Pforzheimer Kommissar Hirsch. Die Krimis in der Kundenzeitschrift SWP aktiv laden zum Lesen und Schmunzeln ein. Wir haben Rainer Würth gefragt, woher seine Ideen kommen und wie es weitergeht mit Kommissar Hirsch.

SWP: Herr Würth, haben Sie den Kommissar Hirsch einem echten Menschen nachempfunden?
Rainer Würth: Nein, auf gar keinen Fall. Hirsch ist komplett erfunden, aber wir kennen Menschen, die so ähnlich sind wie er. Deshalb kommt er uns bekannt vor. Ich habe die Figur des Kommissars Hirsch im Zusammenspiel mit anderen Figuren entwickelt: „Es isch wie es isch“, sagt Hirsch, während sein Intimfeind Cornelius Rauscher Innovationen vorantreiben will, dabei aber übers Ziel hinausschießt. Dazu gesellt sich ein festes Team von Personen, die der Leser und die Leserin nach und nach näher kennen- und hoffentlich auch gernhaben lernt. Das Entwickeln von Figuren macht mir großen Spaß. Alles ist in diesem Stadium möglich.

SWP: Ein Kurzkrimi mit lokalem Bezug und Humor ...
Rainer Würth: ... ist eine reizvolle Aufgabe. Der Krimi braucht Menschen, die in der Region verwurzelt sind. Deshalb muss Hirsch Dialekt sprechen. Dazu kommen reale Orte in Pforzheim und in der Region, weil die Leser gern ihrer Umgebung begegnen.

SWP: Und wenn ein „TATORT“ in Pforzheim gedreht würde?
Rainer Würth: Dann sollte das Drehbuch am liebsten von mir sein! Ansonsten kann, krimitechnisch gesehen, in Pforzheim alles passieren, was wir aus anderen Krimis kennen. Im Fall von Pforzheim wären vielleicht ein Szenario rund um die Schmuckindustrie und die Nähe zum Schwarzwald wichtig.

SWP: Kann man das Krimischreiben erlernen?
Rainer Würth: Natürlich! Es gibt Kurse für kreatives Schreiben. Daneben sollte man viel lesen – und ein literarisches Skizzenbuch führen. Egal, wo ich bin, ich beobachte, was passiert, und schreibe Details auf. Im Skizzenbuch ist das Material für meine Romane, und die besten Geschichten liegen buchstäblich auf der Straße.

SWP: Wo schreiben Sie am liebsten?
Rainer Würth: Ich lebe sozusagen zweigeteilt, im Winter auf den Azoren und im Sommer in Pforzheim. Als Reisejournalist bin ich beruflich oft auf Inseln gewesen und fühle mich dort sehr wohl. Auch auf der Azoreninsel Flores arbeite ich viel und konzentriert. Das geht dort sogar noch besser, weil es wenig Ablenkung gibt.

SWP: Was dürfen wir in den nächsten Folgen mit Kommissar Hirsch erwarten?
Rainer Würth: Mal sehen, wie die Feindschaft von Hirsch und Rauscher sich weiterentwickelt. Momentan bin ich aber mit meinem Buch beschäftigt. Es ist ein Thriller, der im Herbst 2016 herauskommt. Außerdem ist eine Lesung im SWP-Kundencentrum schon fest für das Frühjahr eingeplant. Dort kann man Kommissar Hirsch sozusagen live erleben.

Rainer Würth schreibt Romane (zuletzt die beiden Krimis "Wildwechsel" und "Krötenwanderung"), Reiseliteratur und Kurzgeschichten. Daneben arbeitet er als freier Journalist (u.a. für die FAZ, Tagesspiegel, Neue Zürcher Zeitung) und ist Dozent für Kreatives bzw. Literarisches Schreiben. Mehr Info unter www.rainerwuerth.de und www.textverstaerker.de

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