Figureninformationen zur Kurzkrimi-Reihe von Rainer Wuerth.

In unseren SWP-Regionalkrimis ermittelt Kommissar Hirsch, ein echter „Pforzemer“. Die Krimis finden Sie auch in unserer Kundenzeitschrift SWPaktiv.

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Interview mit dem Autor Rainer Würth


Die Charaktere der Kurzkrimi-Serie:

Hannes Hirsch

Ist Ende 50 und arbeitet beim Kriminalkommissariat Pforzheim – er leitet die Rumpfgruppe (den Rest) der ehemaligen Pforzheimer Kripo (die ja aufgrund der Polizeireform inzwischen mehrheitlich nach Karlsruhe umgezogen ist).

Hirsch ist schon etwas mehr als leicht übergewichtig. Nicht gerade ein Sportler. Aber wandern tut er. Er und seine Frau Regina sind Mitglieder bei den Naturfreunden Pforzheim. Hierbei sind sie auch oft bei der Bewirtschaftung der Lettenbrunnenhütte (beim Seehaus) dabei. Aber Hirsch ist nicht im Vorstand der Naturfreunde. Sein Beruf sei dafür zu stressig, sagt Hirsch (in Wahrheit ist es ihm einfach zuviel Arbeit und dann der ganze Ärger). Er habe so viele Bereitschaftsdienste, da müsste er ja ständig aus den Vorstandssitzungen wegrennen, fügt er hinzu.

Die Hirschs wohnen in einem Häuschen auf dem Buckenberg. Eigentlich würde Hirsch lieber auf dem Land wohnen. Aber Regina schätzt die Nähe zu den Geschäften und zudem ist es ihr Elternhaus. Auch wenn Hannes (damals für Conny als Teenager) den Dachboden ausgebaut hat und es ziemlich anders aussieht als früher.

Hannes Hirsch macht in seiner Freizeit Ahnenforschung – also er will wissen, wer die Vorfahren der Hirschs waren und woher sie kamen. Im Traum sieht er sich zuweilen als Raubritter. Einmal überfällt er im Traum seinen Intimfeind, den Schmuckunternehmer und ehemaligen Schulkameraden Cornelius Rauscher und entführt dessen Frau Natascha. Regina hält nicht viel von der Ahnenforschung, „ich bin aus Dillschde - des reicht mir“, sagt sie.

Hannes Hirsch spielt gern „Monopoly“. Dabei zieht er Regina und Conny und Frank immer bis aufs letzte Hemd aus. Zudem macht er immer Sonderregeln und komische Deals, wenn die anderen pleite sind, bis alle sauer auf ihn sind. Und Hirsch gewinnt immer beim „Monopoly“. Sein Tipp: Reich wirst du mit einem Hotel in der Badstraße und nicht davon, dass du von der Schlossallee träumst.

Conny Fuchs (geb. Hirsch)

Ist die Tochter von Hannes und Regina Hirsch. Anfang 30. Verheiratet mit Frank Fuchs. Der schafft als Ingenieur beim Daimler und verdient gut. Derzeit sind die beiden in Shanghai (für zwei bis drei Jahre). Conny hat mal bei der Sparkasse Pforzheim geschafft. Und das will sie gerne auch wieder. Aber in Shanghai gibt es keine Sparkassen und Conny hat ziemlich Heimweh.

Conny und Frank sind noch kinderlos, wollen das aber (vor allem sie) absolut nicht bleiben. Ihr Vater denkt so für sich, dass seine Conny einen besseren Mann verdient hätte, als den Frank Fuchs aus Gerlingen (a Schwob) und noch dazu ein Fußballer – und zwar ein ziemlich schlechter Fußballer, wie sein Schwiegervater findet. Wenn der Frank so schnell auf den Beinen gewesen wäre wie er Weizenbier trinkt, dann hätte ja vielleicht fußballerisch was aus ihm werden können.

Regina Hirsch

Ist die Ehefrau von Kommissar Hirsch. Anfang 50. Ist sehr um die Gesundheit ihres Gatten besorgt. Deshalb bekommt Hirsch auch selten sein absolutes Lieblingsgericht: Fleischküchle mit Kartoffelsalat – zu viel Fett, zu viel Fleisch, zu viel Cholesterin. Dafür macht sie ihm viel Gesundes, was er gar nicht mag. Ihren Schwiegersohn, den Frank, findet sie einen ganz Netten. Das hätte sie der Conny gar nicht zugetraut, dass sie sich mal so einen angelt wie den Frank – besonders seit ihrer Sturm & Drang Zeit (im ausgebauten Dachgeschoss) damals, als sie noch mit einem Ring durch die Nase herumgelaufen ist.

Theater, Museen, Konzerte aber auch außergewöhnliche Volkshochschulkurse wie Lach-Yoga, Zumba, die Kunst des Urschreis, Singen mit Steinen, etc. – Regina Hirsch ist kulturell sehr interessiert und aufgeschlossen. Ihren Mann dafür zu begeistern, gelingt ihr eher selten. Aber sie schleppt Hannes immer mit.


Die Kollegen von Kommissar Hannes Hirsch

Heinz Jäger

Anfang 60. Kurz vor der Pensionierung. Sein Chef. Der Polizeipräsident, der inzwischen in Karlsruhe residiert. Er wird in der zweiten Geschichte (Banküberfall) vorkommen und nach einem Banküberfall alle Hebel, Mann, Frau und Material in Bewegung setzen – Polizeihubschrauber, Straßensperren, Hundestaffeln – um den Bankräuber zu schnappen, was ihm allerdings nicht gelingt. Kommissar Hirsch am Ende schon, wenn auch eher durch Zufall.

Denis Sturm

Mitte 20. Junger, ehrgeiziger Kollege. Aus Hannover nach Pforzheim gekommen. Der immer wieder ein bisschen mit den hiesigen Sitten in Konflikt kommt. Ihm kann Hirsch „Pforzheimer Ausdrücke“ und Verhaltensweisen auch auf hochdeutsch erklären. Zum Beispiel übersetzt er das Kompliment für Natascha Rauschers Käsekuchen – „do willsch de neilege – also da willst du dich hineinlegen, wie der Hannoveraner sagen würde.“ „Aber warum sollte man sich denn in einen Käsekuchen legen?“ fragt Denis Sturm ziemlich perplex nach. „Ja weil der Käsekuchen von der Natascha ist und weil der so gut isch.“ Es ist eine Art Metapher, meint Laura Leonhard. „Was isch denn des jetzt scho wieder?“ fragt Hirsch.

Qualle

Irgendwie alterslos. Sollte aber Ende 40 sein. Ziemlich blass und speckig. Baby-Face und irgendwie hat er auch keinerlei Hals. Deshalb vielleicht der Spitzname. Und er ist vom Körperbau her noch etwas fester als sein Chef (Hannes Hirsch). Seinen richtigen Namen weiß eigentlich niemand. Er ist nicht gerade der Hellste, aber kommentiert zuweilen (wahrscheinlich eher unbeabsichtigt) das Geschehen auf lakonische und makabere Weise.

Laura Leonhard

Anfang 30. Eigentlich Literaturwissenschaftlerin, die dann aber aufgrund der miesen Jobaussichten für Geisteswissenschaftler auf Polizei „umgesattelt" hat. Sie findet vieles kafkaesk. Die Gewässer – Flüsse und Seen – in und um Pforzheim herum haben für sie (vor allem im Winter) eine trakelsche Atmosphäre. Sie weiß im Gegensatz zu ihrem Chef, was eine Metapher ist und hält die Ausstattung des neuen Boulevards (braune Töpfe mit halbtoten Pflanzen) in der Goldstadt ganz ausgezeichnet für eine Inszenierung von Becketts „Warten auf Godot“. Ihr Chef versteht das nicht, weil er weder Godot kennt, noch Samuel Beckett. Er geht ja auch nur ins Stadttheater, wenn seine Frau Regina ihn dahin mitschleppt.


Hirschs Intimfeind und Gegenspieler, dessen Frau, ein Kleinkrimineller und Dracula

Cornelius Rauscher

Gleiches Alter wie Hirsch, Unternehmersohn, Chef der väterlichen Schmuckfirma und sein Intimfeind. Rauscher ist eine Art Gegenspieler von Hirsch, der in allen Geschichten auftauchen wird, bzw. zwischen beiden wird es immer zu komischen Verwicklungen/Situationen kommen. Rauscher und Hirsch waren zusammen im Reuchlin Gymnasium und saßen von der 5. bis zur 7. Klasse auch nebeneinander.

Rauscher ist im Gemeinderat. Und Rauscher hat immer grandiose Ideen (oder einfach nur „a große Gosch“ wie Hirsch findet) wie man die Goldstadt auch international voranbringen kann. Eine „Surfwelle“ auf der Enz (wie in München) beispielsweise oder die Lettenbrunnenhütte (von den Naturfreunden) abreißen und dort ein erstklassiges Wellness-Hotel bauen. Mehr internationales Flair in die Stadt holen. Oder Rauscher will die Fußgängerzone im Winter beheizen (Fußbodenheizung). Beach-Volleyball-Turniere auf dem Weihnachtsmarkt – ganz neue Zielgruppen erschließen. Es geht Rauscher immer um Investoren und Touristen. Und um Innovationen. So will Rauscher die Pforzheimer Busse abschaffen und durch Rikschas (das gibt Arbeit für Studenten – „aber wer isch denn so doof und fährt jemand nach Huchenfeld hoch“, fragt sich Hirsch) E-Bikes und Segway Personal Transporter ersetzen. Das ist der Nahverkehr der Zukunft und Pforzheim müsse Vorreiter sein, so Rauscher.

Natascha Rauscher

Mitte 40. Und so deutlich jünger als Cornelius Rauscher. Russische Wurzeln. Hirsch schätzt nicht nur ihren Käsekuchen, den sie (bzw. ihr Mann) bei offiziellen Anlässen mit Kuchenspenden immer sehr öffentlichkeitswirksam (und zum Ärger von Hirsch) präsentiert. Hirsch wird immer ein bisschen schüchtern in ihrer Gegenwart.

Rico Remmler

Mitte 20. Ein Klein-Krimineller, der in jeder Geschichte auf – zufällige – Weise in das Geschehen verstrickt ist. Hirsch und er kennen sich gut. Rico gibt Hirsch – unbeabsichtigt – oft auch Tipps zur Ergreifung des Täters. Rico misstraut der Polizei natürlich, weil er sowieso immer irgendwo gerade etwas ausgefressen hat und dazu auch noch ständig unter irgendeiner Bewährung steht.

Frau Großmann

Eine rüstige Rentnerin, die ihre Monatskarte ausfährt. Schließlich hat man ja dafür bezahlt. Bus fahren tut sie inzwischen allerdings meist alleine, da ihr über alles geliebter Dackel – sein Name war Bobo – vor einem halben Jahr überfahren worden ist. Der arme Kerl hat noch schlechter gesehen als Frau Großmann selbst.

Dracula

Und da ist noch Dracula – der Kater der Hirschs. Er ist schon ein bisschen älter, geht nicht so gerne raus, frisst ziemlich viel und lässt sich gerne erschrecken. Es kommt dadurch immer wieder zu sonderbaren Szenen. Wenn Hirsch beispielsweise Sonntag morgens noch in der Unterhose und mit einer Freddy-Krüger-Maske ins Zimmer stürmt, wo Dracula auf der Couch liegt und ihn erschreckt. Woraufhin Dracula selig zu schnurren beginnt.

Dummerweise klingelt es in dem Moment an der Tür und Hirsch öffnet. Die Rauschers stehen vor ihm. Dumme Situation: Hirsch in der Unterhose, mit der Freddy-Krüger-Maske – woran er überhaupt nicht mehr gedacht hat, als er zur Tür gegangen ist – und oben übt Regina für ihren „Ur-Schrei“-Kurs in der Volkshochschule. Wie soll man das erklären? Was soll man da sagen? Am besten Türe zu und durch – aber erst nachdem Natascha mit hochrotem Gesicht Hirsch einen ihrer wunderbaren Käsekuchen übergeben hat. Die Rauschers ziehen auf jeden Fall ziemlich perplex wieder ab.

SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Sandweg 22, 75179 Pforzheim | Handelsregister Mannheim, HRA 50 36 09 | USt Id.Nr.: DE 214129630
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