Smart Meter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Smart Meter Flyer355 kB

Preisblatt grundzuständiger intelligenter Messtellenbetreiber143 kB

 

Häufig gestellte Fragen zum neuen Messstellenbetriebsgesetz (MsbG)

Warum gibt es das neue Messstellenbetriebsgesetz (MsbG)?

Gemäß des neuen Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) sollen Erneuerbare Energien besser in das Stromversorgungssystem integriert werden und damit einen Mehrwert für alle Beteiligten (Verbraucher, Erzeuger, Netzbetreiber, Lieferanten) erzeugen. Mit Energie soll sparsamer umgegangen werden. Das Herzstück des GDEW ist das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG). Darin ist geregelt, dass der Verbraucher zu jeder Zeit Informationen über seinen eigenen Stromverbrauch erhalten soll. Das Ziel des MsbG ist, dass Verbräuche transparenter dargestellt werden können.

Bekommt jeder Haushalt in Pforzheim eine moderne Messeinrichtung oder ein intelligentes Messsystem?

Ja, jeder in Pforzheim bekommt bis spätestens 2032 eine moderne Messeinrichtung oder ein intelligentes Messsystem. Dies ist Vorgabe des Gesetzgebers und im „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ geregelt. Das Gesetz ist im September 2016 in Kraft getreten. Künftig werden nur noch moderne Messeinrichtungen bzw. intelligente Messsysteme eingebaut, die auch als Smart Meter bezeichnet werden.

Man spricht von modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen. Was ist eigentlich der Unterschied?

Jeder Zähler, der zukünftig eingebaut wird, ist ein elektronischer Zähler, den man moderne Messeinrichtung nennt. Über eine Kommunikationseinrichtung (Smart Meter Gateway) wird aus einer modernen Messeinrichtung ein intelligentes Messsystem. Das Smart Meter Gateway (SMGW) ist beim Letztverbraucher ab einem Jahresstromverbrauch von 6.000 kWh oder bei einer installierten Anlageleistung von über 7 kW durch Eigenerzeugung (z. B. Photovoltaik) vorgesehen.
Eine moderne Messeinrichtung erfasst den tatsächlichen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit, sendet aber keine Zählerstände nach außen. Nach wie vor wird der Zählerstand einmal pro Jahr durch Beauftragte der SWP manuell abgelesen.

Können meine Daten trotzdem gehackt werden?

Alle verwendeten Messsysteme und Übertragungswege sind geprüft und unterliegen einer Zulassung mit einem Siegel des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), welche die datenschutz- und datensicherheitskonforme Einbindung der Zähler in das Stromnetz gewährleistet. Dabei ist besonders wichtig, dass sichere Kommunikationswege vorhanden sind und nur Berechtigten Zugriff auf ihre jeweiligen Daten gewährt wird.

Werden meine Messwerte laufend an die SWP übermittelt?

Bei einer modernen Messeinrichtung werden keine Daten übermittelt. Bei einem intelligenten Messsystem werden einmal täglich viertelstündliche Werte übertragen.

Wann und wer bekommt eine moderne Messeinrichtung?

Jeder Stromabnehmer erhält zukünftig eine moderne Messeinrichtung Sobald die zugelassenen modernen Messeinrichtungen verfügbar sind, wird die SWP mit dem Einbau beginnen. Nach heutigem Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass dies voraussichtlich ab 2018 geschieht. Eingebaut werden diese Messeinrichtungen in alle Neubauten und bei den ohnehin stattfindenden turnusmäßigen Zählerwechseln. Bis 2020 werden 10% aller Stromzähler im Netz der SWP durch eine moderne Messeinrichtung ersetzt sein.

Welcher Verbrauch ist maßgeblich für den Einbau des intelligenten Messsystems?

Maßgeblich hierfür ist der durchschnittliche Jahresstromverbrauch der letzten drei Kalenderjahre des jeweiligen Anschlusses.

Was kann ich tun, wenn ich keine moderne Messeinrichtungen oder kein intelligentes Messsystem möchte?

Wie aktuell bei herkömmlichen Stromzählern ist auch der Einbau von modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen gesetzlich vorgeschrieben. Eine Verweigerung ist daher nicht möglich.

Kann ich mir freiwillig ein intelligentes Messsystem einbauen lassen?

Nach Prüfung der Voraussetzungen ist der freiwillige Einbau eines intelligenter Messsysteme stets möglich. Die Anfrage geht an die SWP-Netzkommunikation mit Name des Kunden, Email-Anschrift, Kundendaten und wenn möglich ein Bild des Zählerplatzes.

Werden meine Gas oder Wasserzähler auch gewechselt bzw. aufgerüstet?

Nein, es werden allerdings Anreize geschaffen, um den Messstellenbetrieb zu vereinfachen und die Kosten für die Verbraucher zu optimieren. Zukünftig können Gas-, Fernwärme und Wasserzähler über eine Schnittstelle an intelligente Messsysteme angebunden werden soweit die Anbindung technisch möglich ist.

Wie funktioniert zukünftig die Zählerablesung?

Die modernen Messeinrichtungen werden von den SWP als Netzbetreiber weiterhin vor Ort abgelesen. Bei intelligenten Messsytemen werden die Verbräuche über eine Datenfernauslesung über einen Gateway-Administrator an die SWP als Messstellenbetreiber übermittelt.

Wie sind die Eichfristen des Zählers?

Die Zähler und das Gateway werden frühestens nach acht Jahren von den SWP gewechselt.

Wie lang kann ich meine Werte zurückverfolgen?

Die Daten wenden in der modernen Messeinrichtung 24 Monate gespeichert. So kann ich die Verbräuche von zwei Abrechnungen der SWP vergleichen.

Wie werde ich über den Einbau einer modernen Messeinrichtung oder intelligenten Messsystems informiert?

Welcher Zähler, in welcher Straße, zu welchem Zeitpunkt umgebaut wird, können die SWP noch nicht sagen. Die SWP sind aber nach dem Gesetz her verpflichtet, den Kunden ca. drei Monate vor dem Zählereinbau darüber zu informieren. Und etwa zwei Wochen vor dem Umbautermin werden die Kunden noch einmal von uns über den Wechsel informiert.

Sind die SWP bundesweit als Messstellenbetreiber tätig?

Aktuell ist es von uns nicht geplant als bundesweiter Messstellenbetreiber aufzutreten. Wir greifen auf die bestehende Infrastruktur des jeweiligen Messbetreibers vor Ort zurück.

Können auch andere Energiearten an Smart Meter Gateways angeschlossen werden?

Intelligente Messsysteme werden in Zukunft auch Energieartenübergreifend einsetzbar sein. Bis jetzt werden die Bereiche Strom, Gas, Heiz- und Fernwärme von unterschiedlichen Unternehmen gemessen und abgerechnet. Dies ist mit mehrfachen Ableseterminen, Rechnungsstellungen und Kosten verbunden. Das Smart-Meter-Gateway als Bestandteil des intelligenten Messsystems wird in der Lage sein, einen gesicherten Versand und Empfang der Messwerte von Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmezählern zu ermöglichen. Damit wird eine Technologie eingeführt, die Abrechnungs- und Ableseprozesse bündeln kann.

Wie findet die Umrüstung statt, wenn der Kunde zwei Stromzähler im Haushalt hat (z.B.: 1x normaler Stromverbrauchszähler und 1x Wärmepumpenzähler)?

In diesem Fall werden zwei moderne Messeinrichtungen benötigt und mit nur einem Smart-Meter-Gateway verbunden. Das Smart Meter Gateway ist die Schnittstelle zwischen Zähler und Kommunikationsnetz.

Wie werden die Daten des Gateways an den Messstellenbetreiber übertragen?

Die Kommunikation des Smart Meter Gateways läuft über das Mobilfunknetz. Dabei kommt eine SIM-Karte zum Einsatz die zur Identifikation des Nutzers im Netz dient.

Ist im Zähler eine SIM-Karte eingebaut?

In der modernen Messeinrichtung ist keine SIM Karte verbaut. Jedoch im Smart Meter Gateway als Bestandteil eines intelligenten Messsystems.

Welchen Nutzen habe die Verbraucher von einer modernen Messeinrichtung oder einem intelligenten Messsystem?

Der Verbraucher kann mit einer modernen Messeinrichtung oder einem intelligenten Messsystem die aktuellen oder vergangenen Energieverbrauchswerte tages-, wochen-, monats- und jahresbezogen einsehen. Wenn ein intelligentes Messsystem installiert ist, muss der Messstellenbetreiber eine kostenlose monatliche Aufstellung über den Energieverbrauch und die entstandenen Kosten zur Verfügung stellen. Bei modernen Messeinrichtungen ist eine Visualisierung des Verbrauchs nur direkt am Gerät vor Ort möglich, da die Messeinrichtungen nicht in ein Kommunikationsnetz eingebunden sind. Weitere Vorteile beider Gerätetypen:

  • höhere Transparenz über Ihren Stromverbrauch,
  • mögliche Identifikation verbrauchsintensiver Geräte,
  • Einsparpotentiale werden aufgezeigt,
  • Vereinfachung der Überprüfung Ihrer Abrechnung.

Ist die Umstellung der Zähler mit Mehrkosten für den Verbraucher verbunden?

Die Kosten für die Installation und die Messeinrichtung selbst trägt der Messstellenbetreiber. Neu sind die laut Messstellenbetriebsgesetz geltenden Preisobergrenzen, die der grundzuständige Messstellenbetreiber zwingend einhalten muss. Unser Preisblatt finden Sie unter https://www.stadtwerke-pforzheim.de/smartmeter.

Wie funktioniert der Wechsel zu einem anderen Messstellenbetreiber?

Der Anschlussnutzer kann den Messstellenbetrieb von einem anderen als dem grundzuständigen Messstellenbetreiber durchführen lassen. Die Preisobergrenzen gelten dann jedoch nicht. Bedingung ist: Ein einwandfreier Messstellenbetrieb muss gewährleistet sein. Der Wechsel ist kostenfrei. Das heißt, für den Wechsel an sich darf nichts berechnet werden. Der Wechsel wird dann zwischen dem alten und dem neuen Messstellenbetreiber direkt abgewickelt.

Ändert sich für die Kunden unter 6.000 kWh Jahresverbrauch etwas?

Auch diese Abnehmergruppe erhält in der Zukunft eine moderne Messeinrichtung. Der Einbau von modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen ist gesetzlich vorgeschrieben. Der bisherige Ferraris-Zähler wird nicht mehr verbaut. Am Ableseprozess ändert sich jedoch für diese Abnehmergruppe nichts.

 

Sind die FAQ’s im Kundenanschreiben enthalten?

Nein, Jedoch sind in sämtlichen Anschreiben an unsere Kunden Hinweis auf unseren FAQ auf www.stadtwerke-pforzheim.de/smartmeter enthalten.

Welche Arten von Laufzeitverträgen werden aus der Position des gMSB mit dem Kunden abgeschlossen?

In der Regel gibt es keinen direkten Vertrag mit dem Kunden. Der zuständige Netzbetreiber rechnet weiterhin mit dem Lieferanten ab.

Wer installiert die modernen Messeinrichtungen beim Verbraucher?

Wir beauftragen einen externen Dienstleister mit dieser Aufgabe. Bei Neubauten übernehmen wir, die SWP diese Aufgabe selber.

Ändert sich der Kundentarif bei Einbau einer modernen Messeinrichtung?

Nein, der Kundentarif ändert sich beim Einbau einer modernen Messeinrichtung nicht.

Wie funktioniert die Wandler Messung bei modernen und intelligenten Zähler?

Da der „Wandler“ vor der eigentlichen Messung installiert ist, ist es unabhängig, welche Zählerart eingebaut ist.

 

Volker Tantow, Netzkommunikation
Fon (07231) 3971-7055 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Sandweg 22, 75179 Pforzheim | Handelsregister Mannheim, HRA 50 36 09 | USt Id.Nr.: DE 214129630
Um diese Seite als Lesezeichen zu Speichern, drücken Sie Bitte die Tastenkombination STRG + D oder ⌘ + D (Apple OSX). Alternativ können Sie auf die Lesezeichen Schaltfläche, in oder neben der Adresszeile klicken. Hinweis schließen

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Seiten stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Mehr dazu lesen Sie in unseren Hinweisen zum Datenschutz | Hinweis schließen