Die Pforzheimer Stromversorgung ist mit neuen Hochspannungskabeln, einem neuen Transformator und einer neuen Schaltanlage sicher auf dem modernsten Stand. „Eine derart umfangreiche Erneuerung der Infrastruktur erleben unsere Mitarbeiter nur einmal in ihrem Arbeitsleben“, sagt Peter Günther, Hauptabteilungsleiter Netze bei den SWP.

Nur 12 Minuten mussten SWP Kunden in Pforzheim im vergangenen Jahr statistisch gesehen auf Strom verzichten. Damit haben die SWP einen Spitzenplatz der Versorgungssicherheit. Um diesen auch zukünftig einnehmen zu können, wird das Netz kontinuierlich gewartet, repariert und erneuert. Die kontinuierliche Erneuerung aller Hochspannungseinrichtungen in Pforzheim ist dabei etwas ganz Besonderes mit Kennzahlen wie aus dem Handbuch der Technik-Superlative.

16 Kilometer Erdkabel

Die 110 kV-Erdkabel laufen als Hauptadern der Stromversorgung auf einer 5,3 Kilometern langen Trasse quer durch die ganze Stadt. Allein die Anlieferung des Materials erforderte den Einsatz mehrerer Tieflader: Jede der 12 Tonnen schweren, 2,8 Meter breiten und 4 Meter hohen Kabeltrommeln fasste etwa 1100 Meter Hochspannungskabel. Immer drei dieser Kabel mit 80 mm Durchmesser und 10 Kilogramm Gewicht pro Meter wurden in die vorverlegten Kabelkanäle ein- gezogen. An der Auerbrücke, wo die Kabeltrasse ihre Richtung ändert, gelang das nur mit äußerster Umsicht und mit Hilfe eines zusätzlichen Schubgeräts.

Überbreiter Trafo

Der Aufbau des neuen Großtransformators im Rennfeld war vielleicht noch schwieriger. Die 62 Tonnen schwere, 20 x 3 Meter große Trafobox konnte wegen Überbreite nur nachts transportiert werden und war eine Woche vom Hersteller nach Pforzheim unterwegs. Der LKW erreichte das Umspannwerk Rennfeld morgens um 5.30 Uhr. Das Abladen war wegen der beengten Ver- hältnisse ein Nervenkitzel und dauerte bis 22.30 Uhr.

Strom für Pforzheim-MItte

Der neue Trafo bringt den Strom von 110.000 Volt Hochspannung auf Mittelspannung von 20.000 Volt und dient der Stromversorgung der Pforzheimer Innen- stadt. Er arbeitet geräuscharm und weit effizienter als der alte Transformator aus dem Jahr 1972. Die 445.000-Euro-Investition lohnt sich wegen der neuen Technik, länger haltbarer Materialien und einer höheren Wirtschaftlichkeit. Eine nachhaltige, umweltgerechte Stromversorgung ist heute wichtiger denn je.

Neue Schaltanlage

Auch die Schaltanlage im Umspannwerk Rennfeld wurde in der Großaktion ausgewechselt. Die gasisolierte Anlage ist kleiner, kompakter und besser handhabbar als die alte Schaltanlage. Zusätzlich erhielt das Umspannwerk Rennfeld ein neues „Gehirn“ in Form einer modernen Schutztechnik. Damit arbeitet das SWP Hochspannungsnetz mit komplett neuer Infrastruktur – ein Meilenwstein für eine ausgezeichne- te Versorgungssicherheit für die nächsten 30 bis 40 Jahren.

SWP Netze auch in Ispringen und Keltern

In den Jahren 2011 und 2012 gewannen die SWP die Konzessionen für Energienetze in Ispringen, Keltern und Neuhausen. Das bedeutet, dass die SWP die Stromnetze in Ispringen und Neuhausen sowie die Strom- und Gasnetze in Keltern betreiben dürfen. Nach umfangreichen Bauarbeiten mit einer Unterquerung der Bahngleise, einer Autobahn-Untertunnelung und dem Bau einer neuen Trafostation trennten die SWP Monteure schon Ende 2011 das Stromnetz Ispringen vom Netz des bisherigen Versorgers und verbanden es mit dem Stromnetz der SWP.

Für den Betrieb der Stromnetze in allen fünf Kelterner Gemeindeteilen wurden im Jahr 2015 neue, leistungsfähige Strom-Einspeiseleitungen geschaffen. Das bestehende Stromnetz in Keltern wurde außerdem durch zusätzliche Verbindungen noch sicherer gemacht.

Seit 01.01.2016 sind die SWP auch für das gesamte Gasnetz Keltern verantwortlich. Teilweise bei Regen und aufgeweichtem Gelände bauten die Gas-Verantwortlichen der SWP eine neue Gasdruckregel- und -messanlage und eine Gashochdruckleitung von Ittersbach nach Weiler, über die alle 1.200 Kelterner Gaskunden beliefert werden. Damit Ellmendingen, Weiler und Niebelsbach mit Gas von den SWP beliefert werden können, musste der Gasfluss seine Richtung ändern, denn bisher kam das Gas aus östlicher Richtung. Die SWP erhöhten am 01.02.1016 den Einspeisedruck von bisher 250 Millibar auf 450 Millibar. Auf diese Weise verdrängt das Gas aus der Einspeisestation Weiler die Gaseinspeisung des bisherigen Versorgers. Die Gasversorgung von Dietenhausen und Dietlingen ist um einiges komplizierter und folgt zum 01.07.2016. Danach wird die Einbindung der Stromnetze von Neuhausen und seinen Ortsteilen Hamberg, Steinegg und Schellbronn zügig fertiggestellt.

SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Sandweg 22, 75179 Pforzheim | Handelsregister Mannheim, HRA 50 36 09 | USt Id.Nr.: DE 214129630
Um diese Seite als Lesezeichen zu Speichern, drücken Sie Bitte die Tastenkombination STRG + D oder ⌘ + D (Apple OSX). Alternativ können Sie auf die Lesezeichen Schaltfläche, in oder neben der Adresszeile klicken. Hinweis schließen

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Seiten stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Mehr dazu lesen Sie in unseren Hinweisen zum Datenschutz | Hinweis schließen