SWP baut neue  Heißwasserkessel ein

Koloss am Haken - einer der beiden neuen Kessel wird in seine Endposition eingehoben

Dank einer technischen Meisterleistung schwebten am Freitag, den 26. April zwei Spitzenlastkessel zu ihrem neuen Standort im Heizkraftwerk Pforzheim.

Jeder der beiden Heißwasserkessel wiegt leer rund 60 Tonnen und wurde mit einem 700-Tonnen-Kran exakt eingehoben. Das Betriebsgewicht der neuen Anlage beträgt 275 Tonnen; nur über eine eigens angefertigte Stahlunterkonstruktion kann dieses Gewicht aufgefangen werden. Erster Bürgermeister Roger Heidt hatte bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass „wir einmal mehr fünf Millionen Euro am Standort Pforzheim investieren, gleichzeitig wird für diese sogenannten Spitzenlastkessel umweltfreundliches Erdgas für unser Fernwärmenetz eingesetzt.“

Diese sogenannte Spitzenlastkesselanlage besteht aus zwei Heißwasserkesseln. Es handelt sich um zwei Zweiflammrohr-Dreizug-Rauchrohrkessel mit einer maximalen Feuerungswärmeleistung von je 32 Megawatt (MW). Diese beiden Kessel ersetzen drei alte Kessel und tragen eine weitere Besonderheit in sich. Ende 2015 steht die Stilllegung des sogenannten Gas-Kombi-Blocks an, damit steht eine große Strom- und Wärmeerzeugungseinheit nicht mehr zur Verfügung. Zur Sicherstellung der Fernwärmeversorgung der Stadt Pforzheim ab 2016 wird der Wegfall dieser Wärmeerzeugungseinheit kompensiert. Hierzu wird diese neue Anlage errichtet: „An Spitzenlasttagen im Winter wird das 60 Grad heiße Wasser auf 90 Grad mit Hilfe von umweltfreundlichem Erdgas aufgeheizt und in die Fernwärmeversorgung der Stadt eingespeist“, erklärt HKW-Geschäftsführer Seitz. An der Fernwärmeversorgung des Heizkraftwerkes hängen rund 20000 Pforzheimer Haushalte. Das Heizkraftwerk besteht unter anderem aus einem Gaskombi-, Wirbelschicht- und Biomasseblock. Seit 2005 wurde die Brennstoffpalette durch den Einsatz des erneuerbaren Energieträgers Biomasse und 2009 durch Ersatzbrennstoffe erweitert. Das ressourcen- und umweltschonende Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) von Strom und Wärme ist bis heute bei allen Ausbaustufen umgesetzt worden. Der Ausbau der regenerativen Stromerzeugung führt jedoch aktuell dazu, dass bei der neu installierten Spitzenlastkesselanlage das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung nicht mehr angewendet werden kann: „Wir bekommen den bei der KWK erzeugten Strom nicht mehr im Markt verkauft und mussten uns für die beiden Kesselanlagen für die Erwärmung durch Erdgas entscheiden“, erklärt Martin Seitz.

Die neuen Heißwasserkessel sind Einzelanfertigungen der VKK Standradkessel Köthen bei Leipzig und sind seit Winter 2010/2011 die größten ausgelieferten Heißwasserkessel.

Weitere Informationen zum Heizkraftwerk Pforzheim finden Sie hier.

Sonja Kirschner, Leiterin Marketing / Unternehmenskommunikation / Gremien
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SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Sandweg 22, 75179 Pforzheim | Handelsregister Mannheim, HRA 50 36 09 | USt Id.Nr.: DE 214129630
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