Biomasse-Heizkraftwerk der SWP in Pforzheim

Biomasse-Heizkraftwerk in Pforzheim

„Pforzheim belegt einen Spitzenplatz bei einer effizienten und klimafreundlichen Energieerzeugung“, meint Pforzheims Erster Bürgermeister Roger Heidt beim Blick auf das Heizkraftwerk (HKW). Kein Wunder, denn die Zahlen, die am Standort Hohwiesenweg präsentiert werden, lassen sich wahrlich sehen. Mit seiner Fernwärmeversorgung ist Pforzheim besonders klimafreundlich aufgestellt: seit 1965 wird Strom- und Fernwärme in ressourcen- und umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) hergestellt. Mit einem Anschluss von einem Drittel aller Wohnungen ist Fernwärme in Pforzheim im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 13% deutlich besser ausgebaut. Die im HKW erzeugte Energie in Form von Strom und Fernwärme in Kraft-Wärme-Kopplung nutzt dabei die Brennstoffe besonders effizient aus und spart dadurch Primärenergie und Emissionen ein. Noch besser fällt die Ressourcen- und Klimabilanz beim Biomasse-Heizkraftwerk (BioHKW) aus, in welchem die Erzeugung CO2-neutral geschieht.

Mit einem erwarteten Brennstoffnutzungsgrad (d.h. Strom- und Fernwärme als nutzbarer Anteil der eingesetzten Brennstoffenergie) von etwa 68% steuert das BioHKW im Jahr 2013 auf den Rekordwert seit seiner Inbetriebnahme Ende 2004 hin. „Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Anlagentechnik ständig optimiert wird“, sagt Roger Heidt, der als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Heizkraftwerk Pforzheim GmbH die Energieerzeugung ständig im Blick hat.

Im Jahr 2012 wurde mit der ökologischen Erzeugung aus dem BioHKW rechnerisch rund 50% des gesamten Fernwärmebedarfs der Stadt Pforzheim gedeckt. „Mit solchen Zahlen erreichen wir die Pforzheimer Klimaschutzziele auf einen Schlag“, so der Erste Bürgermeister. Die Produktion im BioHKW reicht über das Jahr gesehen für den Grundlastbedarf an Fernwärme aus. In den Sommermonaten steigt die Versorgungsquote von Fernwärme aus Holzhackschnitzeln sogar auf 100% an. „Am 29. Juni 2013 wurde der Wirbelschichtkessel, der die Mittellast an Fernwärme erzeugt, für die jährliche Revision außer Betrieb genommen“, sagt HKW-Betriebsleiter Stefan Seele. „Er wird vermutlich erst Ende September wieder angefahren, wenn Strom- und Fernwärmebedarf dies erfordern.“ Seit Ende Juni entsteht also die gesamte Fernwärme für Pforzheim aus einem regenerativen Energieträger.

Mit den beiden derzeit im Bau befindlichen, Erdgas befeuerten Spitzenlastkesseln investiert das HKW ein weiteres Mal in eine moderne Anlagentechnik. Die Kessel erzeugen Heißwasser für die Fernwärmeversorgung, ohne jedoch die Vorteile der gekoppelten Stromerzeugung in KWK zu nutzen. Der Grund hierfür liegt aber nicht in Pforzheim: die energiewirtschaftlichen Randbedingungen lassen es derzeit nicht zu, den erzeugten Strom wirtschaftlich am Markt zu verkaufen. Hier drücken die subventionierten erneuerbaren Energien Photovoltaik und Windenergie massiv auf den Markt. Jedoch: „Mit den beiden Kesseln wird die Fernwärmeversorgung langfristig und weiterhin umweltfreundlich sichergestellt, ohne dass wir uns zukünftige Chancen am Standort Pforzheim verbauen.“, so Heidt. Die abschließende Inbetriebnahme der Kessel ist im Spätjahr vorgesehen.

Kontakt:
Robin Saalmüller
Unternehmenskommunikation
SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG
Sandweg 22
75179 Pforzheim
Tel.: +49 (0) 72 31 39 - 21 74
Fax: 0 72 31/ 39 - 44 84 7
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sonja Kirschner, Leiterin Marketing / Unternehmenskommunikation / Gremien
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Sandweg 22, 75179 Pforzheim | Handelsregister Mannheim, HRA 50 36 09 | USt Id.Nr.: DE 214129630
Um diese Seite als Lesezeichen zu Speichern, drücken Sie Bitte die Tastenkombination STRG + D oder ⌘ + D (Apple OSX). Alternativ können Sie auf die Lesezeichen Schaltfläche, in oder neben der Adresszeile klicken. Hinweis schließen