Die Bewegungsenergie des Stirlingmotors kann in Strom umgewandelt werden

Steuerung des Micro-BHKW mit Hilfe eines Tablets

Der Stirlingmotor ist eine fast 200 Jahre alte Erfindung, die jetzt in Zeiten hoher Energiepreise wiederentdeckt wurde. Der Motor leistet über eine Kurbelwelle Bewegungsenergie, die mithilfe eines Generators in Strom umgewandelt wird. Die entstehende Abwärme wird zu Heizzwecken genutzt. Das Besondere daran: Die Hochtemperatur zum Betrieb des Motors wird nicht durch Verbrennung im Inneren des Motors erzeugt, sondern von außen zugeführt. Der Stirlingmotor kommt ohne Ventile und Zündeinrichtungen aus und arbeitet daher leise, vibrations- und wartungsarm. Als thermodynamische Maschine weist er einen Gesamtwirkungsgrad von bis zu 92 % auf. Das ist weit mehr als Otto- oder Dieselmotoren und viel effizienter als PV-Anlagen. Der Stirlingmotor arbeitet aber nur dann wirtschaftlich, wenn er möglichst gleichmäßig über eine längere Zeit läuft.Stirlingmotor-270x180

Bei der Produktion von Wärme erzeugt das Micro-BHKW also gleichzeitig Strom. Die meisten Micro-BHKW erzeugen 2,5 bis 8 kW Wärme und 1 kW Strom. Bei größerem Strombedarf kommt die Elektrizität aus dem Stromnetz. In Zeiten von geringem Eigenbedarf können BHKW-Besitzer ihren Strom ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Auch für kalte Winter ist gesorgt: Sollte die Wärmeproduktion einmal nicht ausreichen, wird ein Gas-Brennwertgerät zugeschaltet. Dieses kann mit Erdgas oder Bio-Erdgas betrieben werden. Zum Micro-BHKW gehören außerdem ein Pufferspeicher für Heizungs-Warmwasser und ein Trinkwasserspeicher für Duschwasser.

Die sehr effiziente Erzeugung von Strom und Wärme in einem Prozess nennt man Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Weil die Bundesregierung den KWK-Anteil an der Stromerzeugung bis zum Jahr 2020 auf 25 % steigern will, gibt es für Anlagen bis 50 kW 10 Jahre lang einen Zuschlag von 5,41 ct/kWh - egal, ob der Strom ins Netz eingespeist oder selbst verbraucht wird. Außerdem kann man für Anlagen mit einer Leistung von 1 kWel beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine KWK-Förderung von 1.500 Euro beantragen. Dies wird allerdings auch notwendig sein: Micro-BHKW kosten zurzeit 12.000 bis 14.000 Euro.

Der Tipp vom SWP Energieberater Manfred Volz: Weil Micro-BHKW wärmegeführt sind, eignen sie sich vor allem für noch nicht wärmetechnisch optimale Gebäude, in denen ein etwas höherer Grundbedarf an Wärme besteht.

Sonja Kirschner, Leiterin Marketing / Unternehmenskommunikation / Gremien
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