Fifty-fifty-Projekt: Erstes Austauschtreffen der Teilnehmer

Fifty-fifty-Projekt: Erstes Austauschtreffen der Teilnehmer*

28.07.2014. „Schön, dass alle fünf teilnehmenden Schulen ihre Vertreter hierher geschickt haben“, freute sich Pforzheims Baubürgermeister Alexander Uhlig. Er eröffnete das Austauschtreffen im ersten Jahr des 50:50-Projekts. Die teilnehmenden Pforzheimer Schulen wollen in einer dreijährigen Projektphase aktiv Energie einsparen. 50 % der eingesparten Energiekosten werden am Ende jedes Kalenderjahres den Schulen gutgeschrieben. „Hier ergänzen sich Ökologie und Ökonomie in allerbester Weise“, sagte Bürgermeister Uhlig. „Durch die Einsparung leisten die Schulen einen Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig können die Nebenkosten der städtischen Gebäude erheblich gesenkt werden, wenn möglichst viele Schulen auf ihren Energieverbrauch achten. Bei 200 Gebäuden, die im Bereich der Schulen genutzt werden, stellen wir das Thema Energieeinsparung auf eine breite Basis.“

Das 50:50-Projekt ist eine Kooperationsaktion der teilnehmenden Schulen mit den Ämtern für Umweltschutz, Bildung und Sport sowie dem Gebäudemanagement der Stadt Pforzheim. Die Energieberatung der Schulen wird vom ebz. Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/ Enzkreis geleistet, die Beratungskosten von 10.000 Euro pro Jahr tragen die SWP und die Volksbank Pforzheim gemeinsam. Die Schulen können das ausgezahlte Geld am Ende jedes Jahres für weitere Energieeffizienzmaßnahmen oder andere Schulprojekte einsetzen. Außerdem profitieren die Schüler in den Projektgruppen von ihren Kenntnissen im Energie- und Projektmanagement.

Die Schüler und Lehrer berichteten bei diesem Austauschtreffen über ihre Erfahrungen mit durchgeführten und angepeilten Energiesparmaßnahmen. Ein Zentralregler im PC-Raum sorgt im Reuchlin-Gymnasium dafür, dass alle PCs bei Unterrichtsschluss wirklich ausgeschaltet sind. Das Energieteam der Heinrich-Wieland-Schule hat schon kleine, aber wirksame Einzelmaßnahmen durchgeführt wie eine Abschaltung des Getränkeautomaten über eine Zeitschaltuhr. Verhaltensregeln zum Umgang mit Wärme, Licht und elektrischen Geräten sollen durch eine Schulvereinbarung und das Know-how der Energiesparbeauftragten in allen Klassen umgesetzt werden. Die Otterstein-Realschule baut gerade eine Energie-AG auf. Ein Ansatzpunkt für Energiesparmaßnahmen ergibt sich beispielsweise aus den Langzeit-Temperaturmessungen in der Sporthalle, die viel zu hohe Temperaturen dokumentieren. Die Johanna-Wittum-Schule dagegen hat in der Vergangenheit schon viel in Sachen Energieeffizienz getan und muss jetzt herausfinden, wo es noch Energiesparpotenziale gibt. Die Fritz-Erler-Schule macht vor, wie das geht: Mit sensorgesteuerten Messungen fand die Energie-AG heraus, dass die Beleuchtung in der Sporthalle überdimensioniert ist, konnte dank elektronisch gesteuerter Hallenbeleuchtung die Helligkeit herunterregeln und damit Energie sparen. Ein ganzes Maßnahmenpaket soll weitere Einsparungen ermöglichen: Die zentrale PC-Abschaltung soll optimiert, die alte Beleuchtung durch sparsame LED-Leuchten ersetzt und die Energie-Überwachungsanlage erweitert werden.

„Das erste Jahr ist das schwerste“, diese Erfahrung des Energieberaters Martin Meyer, der im Auftrag des ebz. die Schulen besucht, tröstete die Schüler und Lehrer. Alexander Greschik, der den Nachmittag im Auftrag des ebz. gestaltete, verwies auf gute Erfolge und eine nennenswerte Summe, die als Auszahlung an die schon länger teilnehmende Fritz-Erler-Schule ging. „Wir wollen Sie als Pilot-Schulen unterstützen und freuen uns über Ihre Anregungen“, gab er den Energieteams mit. Eine gute Idee kam auch prompt von Schülerseite: Das Konzept soll auf die Mülltrennung hin ausgeweitet werden. Außerdem wünschen sich die Schüler Belohnungen wie Teilnahmezertifikate und gemeinsame Ausflüge, damit alle beteiligten Energieteamer ein Erfolgserlebnis haben.

Das nächste Treffen findet Anfang 2015 statt. Dann werden die Ergebnisse des ersten Energiesparjahres vorliegen und die eingesparten Summen ausgezahlt werden.

*Foto (von links): Christian Schneider (SWP), Fritz Schäfer (Stellv. Vorstandsvorsitzender VoBa), Bürgermeister Alexander Uhlig, Rainer Pfrommer (Energiemanager Pforzheim) und Martin Meyer (Energieberater, hintere Reihe) mit den Schülern und Lehrern. Die Organisatoren der Veranstaltung waren Alexander Greschik (2. v. r.), Luisa Egenlauf und Juliane Albrecht (Umweltamt, 3. und 4. v.r.).

Kontakt:
Robin Saalmüller
Unternehmenskommunikation
SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG
Sandweg 22
75179 Pforzheim
Tel.: +49 7231 39-2174
Fax: +49 7231 39-44847
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sonja Kirschner, Leiterin Marketing / Unternehmenskommunikation / Gremien
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Sandweg 22, 75179 Pforzheim | Handelsregister Mannheim, HRA 50 36 09 | USt Id.Nr.: DE 214129630
Um diese Seite als Lesezeichen zu Speichern, drücken Sie Bitte die Tastenkombination STRG + D oder ⌘ + D (Apple OSX). Alternativ können Sie auf die Lesezeichen Schaltfläche, in oder neben der Adresszeile klicken. Hinweis schließen