Feinstaubwerte in Pforzheim in Ordnung

Feinstaubwerte in Pforzheim

27.01.2016. In Pforzheims Nachbarstadt Stuttgart wurde unlängst Feinstaubalarm ausgelöst. Mitte Januar wurde der Immissions-Grenzwert fast um das Dreifache überschritten. In Pforzheim sieht es deutlich besser aus: Der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter wird, wenn überhaupt, nur an wenigen Tagen des Jahres erreicht. Das Fernwärmenetz der Stadt trägt hier im großen Umfang dazu bei. 20.000 Einzelfeuerungen werden vermieden.

Feinstaubalarm wird ausgelöst, wenn der Deutsche Wetterdienst eine austauscharme Wetterlage voraussieht, weil dann vor allem im Winter die Konzentrationen von Feinstaub und Stickstoffdioxid in Bodennähe ansteigen. Höhere Schadstoffmengen in der Luft sind besonders für Säuglinge, Kinder und für Menschen mit Vorerkrankungen der Lunge und des Herzens problematisch. Um die Feinstaub- und Kohlendioxid in den Griff zu bekommen, setzt Stuttgart bei den Emissionen aus Kraftfahrzeugen und aus Öfen und Heizungen in Wohnhäusern an. Private Autos sollen stehenbleiben und auf Wärme aus so genannten Komfort-Kaminen (mit Holz befeuerte Kamine als Zweit-Wärmequelle) soll verzichtet werden.

Weniger Feinstaubbelastung in Pforzheim

Bei den sehr ungünstigen Witterungsbedingungen am 19. Januar wurde in Stuttgart mit 141 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft an einzelnen Messstationen der Immissions-Grenzwert fast um das Dreifache überschritten. In Pforzheim lagen die Immissionswerte an diesem Tag vergleichsweise niedrig: Der Feinstaubwert lag bei 46 µg/m3 Luft (Grenzwert: 50 µg/ m3), stieg am 20.Januar auf 54 µg/m3 Luft an und sank am 22.Januar, auf 37 µg/m3 Luft (vorläufige Werte). „Es zeigt sich, dass unsere vorausschauende Klimapolitik für die Bürgerinnen und Bürger sehr positive Auswirkungen hat. Eine wichtige Säule dieser Klimapolitik ist das Pforzheimer Heizkraftwerk (HKW). Allein durch die zentrale Fernwärmeerzeugung im Heizkraftwerk mit seiner intensiven Rauchgasreinigung werden rund 20.000 Einzelfeuerungen vermieden“, so Oberbürgermeister Gert Hager.

Diese würden die Brennstoffe weit weniger effizient verbrennen und weit mehr Schadstoffe in die Umwelt entlassen. Fernwärme wird dagegen in Pforzheim in hoch effizienter Kraft-Wärme-Kopplung und zum großen Teil aus regenerativen Brennstoffen erzeugt. Die sehr wirksame Rauchgasreinigung im HKW filtert Schwefeldioxide, Stickoxide, Staub und Schwermetalle effektiv heraus. Im Gewebefilter werden Rest-Feinstäube und die gebundenen Schadstoffe abgetrennt, im Reststoffsilo zwischengelagert und einer Verwertung zugeführt. Nur gereinigte Abgase verlassen die beiden etwa 100 Meter hohen HKW-Schornsteine. Auf diese Weise werden alle Immissions-Grenzwerte am HKW weit unterschritten.

Neben der Luftreinhaltung sorgt das HKW Pforzheim auch für Klimaschutz: Im gesamten Kraftwerk wird inzwischen Fernwärme zu mehr als 50 Prozent aus regenerativen Brennstoffen erzeugt. Ein Wert, der „Pforzheim umweltpolitisch auf einen Spitzenplatz im Land bringt, die ehrgeizigen CO2-Minderungsziele von Bund und Land haben wir erreicht", so Gert Hager.

Robin Saalmüller, Leiter Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
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