Niedrige Emissionswerte im HKW

14.12.2016. Der aktuelle Emissionsbericht des Heizkraftwerks Pforzheim 2015 liegt jetzt vor und bestätigt mit hervorragenden Werten die Bedeutung des HKW für den Klima- und Umweltschutz in Pforzheim. Bei höherem Wärmeabsatz als im Vorjahr wurden die Grenzwerte für Emissionen 2015 wiederum teilweise deutlich unterschritten.

„Gerade die alarmierenden Feinstaubwerte in anderen Städten zeigen die Bedeutung der Emissionen für unser Stadtklima“, sagt Pforzheims Erster Bürgermeister Dirk Büscher, Aufsichtsratsvorsitzender der Heizkraftwerk Pforzheim GmbH (HKW). Zur Erinnerung: Bei den sehr ungünstigen Witterungsbedingungen am 19.01.2016 wurden in Stuttgart teilweise 141 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft gemessen, fast dreimal mehr als der Grenzwert von 50 µg/m3. In Pforzheim lag der Feinstaubwert an diesem Tag bei 46 µg/m3 Luft. „Feinstaub entsteht durch zu viel Emissionen aus Fahrzeugen und Feuerungsanlagen“, ergänzt Dipl.-Chem. Ing. Martin Seitz, Geschäftsführer des HKW Pforzheim. „Deshalb ist die energieeffiziente und emissionsarme Fernwärme aus dem HKW so wichtig.“

Der Absatz von Fernwärme erhöhte sich im Jahr 2015 auf 304 Mio. kWh (Vorjahr: 276 Mio. kWh). Da die Anschlussleistung in etwa gleich geblieben ist, ist dieser erhöhte Absatz auf eine witterungsbedingte Zunahme zurückzuführen. Der ausschließlich mit Altholz befeuert Biomasseblock erzeugte mit rund 141 Mio. kWh etwa die Hälfte des Pforzheimer Jahres-Fernwärmebedarfs von 304 Mio. kWh. Das BioHKW sorgt zudem in den Sommermonaten dafür, dass die benötigte Fernwärme ausschließlich regenerativ erzeugt wird. Der Einsatz von Biomasse als CO2-neutraler Brennstoff dient dem Klimaschutz. Gleichzeitig begrenzt das mehrstufige Rauchgasreinigungssystem die zu überwachenden Luftschadstoffe auf äußerst niedrige Werte: Beim Gesamtstaub beispielsweise liegt der Jahresmittelwert im Rauchgas des BioHKW mit 0,07 mg/m3 fast 150-mal niedriger als der Grenzwert von 10 mg/ m3. Viele Luftschadstoffe lagen sogar unter der Nachweisgrenze.

Der Wirbelschichtblock erzeugt bei Betrieb Strom und die Grundlast an Fernwärme. Wegen der niedrigen Stromerlöse und der damit einhergehenden mangelnden Wirtschaftlichkeit wurde dieser Anlagenteil in der Sommerperiode (Ende Mai bis Anfang Oktober) abgestellt. In dieser Zeit fand auch die Anlagenrevision statt. Bei größerem Wärmebedarf im Winter fährt der Wirbelschichtblock unter Volllast.

Ergänzend zu rund 38.700 Tonnen Kohle wurden im Wirbelschichtblock des HKW Pforzheim im Jahr 2015 etwa 9.700 Tonnen Ersatzbrennstoffe mitverfeuert. Diese Ersatzbrennstoffe werden aus biogenen Siedlungsabfällen und aus aufbereiteten, produktionsspezifischen Gewerbeabfällen gewonnen. Damit spart das HKW in erheblichem Maß fossile Energieträger ein und reduziert dadurch die CO2-Emissionen.

Auch im Wirbelschichtblock sorgt ein ausgezeichnetes Rauchgasreinigungssystem für optimale Emissionswerte. Alle Grenzwerte wurden im Normalbetrieb deutlich unterschritten. Besonders niedrig waren auch hier die Werte beim Gesamtstaub. Beim Quecksilber liegt der Emissionswert fast 1000-mal niedriger als der Grenzwert.

Das hervorragende Ergebnis der Emissionsmessungen kommentiert der Erste Bürgermeister und HKW-Aufsichtsratsvorsitzende Dirk Büscher so: „Mit der zentralen Fernwärmeerzeugung im HKW und einer intensiven Rauchgasreinigung erreichen wir äußerst niedrige Emissionswerte. Diese Klima- und Umweltschutzpolitik kommt allen Pforzheimer Bürgern zugute.“

Sonja Kirschner, Leiterin Marketing / Unternehmenskommunikation / Gremien
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