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Created with Sketch. Störungsmeldung

Bei einer Störung im Bereich Strom, Erdgas, Trinkwasser, Fernwärme oder Straßenbeleuchtung erreichen Sie die Stadtwerke Pforzheim jederzeit unter den folgenden Telefonnummern.

 

0800 797 39 38 37

  • 24 Stunden erreichbar
  • Kostenlos aus dem deutschen Festnetz

 

Defekte Straßenbeleuchtungen können Sie problemlos unter folgendem Link melden: www.stoerung24.de

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Created with Sketch. Service Hotline

Sie erreichen uns telefonisch über unsere Service-Hotline

 

(07231) 3971-3971

  • montags bis freitags von 07:30 bis 18:00 Uhr
  • kostenlos aus dem deutschen Festnetz

Oder kommen Sie uns direkt im SWP Kundencentrum besuchen:

Sommer-Öffnungszeiten
Montag8:30 Uhr – 14:00 Uhr
Dienstag13:00 Uhr – 17:00 Uhr
Mittwoch8:30 Uhr – 14:00 Uhr
Donnerstag13:00 Uhr – 18:00 Uhr
Freitag8:30 Uhr – 12:30 Uhr

 

Die Erzeugung der Fernwärme

Schon seit Jahrzehnten stellt das Heizkraftwerk Pforzheim zuverlässig und sicher Fernwärme und Strom für Pforzheim bereit: Mit modernster Filtertechnik für saubere Luft sowie einem stetig wachsenden Anteil an regenerativen Brennstoffen.

So entsteht Ihre Fernwärme

Im Heizkraftwerk (HKW) Pforzheim erzeugen wir mechanische Energie, die unmittelbar in Strom umgewandelt wird. Dabei entsteht auch Wärme – die wir Ihnen als Fernwärme zur Verfügung stellen. Der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) genannte Prozess ist mit bis zu 80% Wirkungsrad doppelt so effizient wie ein normales Kraftwerk und aktiv Ressourcen. 

Zusätzlich verwerten wir im Biomasse-Anlagenblock Altholz und Holzhackschnitzel. Dabei wird nur soviel CO2 abgegeben, wie das Holz beim Wachsen auch aufgenommen hat. Und die Luftbelastung wird gleich doppelt verringert: Im Kraftwerk durch moderne Rauchgasreinigungs-Technik und bei allen Fernwärme-Kunden durch den Wegfall der dezentralen Feuerstellen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf  https://www.heizkraftwerk-pforzheim.de/

Das Biomasse-Heizwerk Hohenwart

Nahwärme statt Fernwärme: Das SWP Biomasse-Heizwerk Hohenwart versorgt sowohl das Hohenwart Forum als auch weitere öffentliche Gebäude und Privathaushalte mit Nahwärme. Die entsteht ebenfalls durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und bietet alle Vorteile der Fernwärme-Versorgung – nur, dass der Energieträger heißes Wasser über kürzere Strecken transportiert werden muss. Neben dem Tagungs- und Bildungszentrum der Evangelischen Kirche in Pforzheim und zahlreichen Anwohnern versorgt das ressourcenschonende Biomasse-Heizwerk der SWP auch das Rathaus mit Grundschule, den Kindergarten und die Mehrzweckhalle mit dem Gerätehaus der Feuerwehr.

„Motor der Energiewende“ – HKW-Geschäftsführer Martin Seitz im Interview

Seit Jahrzehnten stellt das Heizkraftwerk Pforzheim zuverlässig und sicher Fernwärme und Strom für Pforzheim bereit.

Mit einem immer größeren Anteil an regenerativen Energien sorgen Martin Seitz und sein HKW-Team für Klimaschutz und treiben die Energiewende in der Region voran. Gleichzeitig bewirkt eine sehr gute Filtertechnik saubere Luft in Pforzheim. SWPaktiv befragte den HKW-Geschäftsführer zu den aktuellen Aufgaben und Herausforderungen der Zukunft.

Herr Seitz, was hat das HKW Pforzheim mit der Energiewende zu tun?

Martin Seitz: Unser Heizkraftwerk sorgt schon seit 1965 für eine sehr effiziente Energieversorgung in Pforzheim, denn hier werden Strom und Wärme in einem Prozess, der sogenannten Kraft-Wärme-Kopplung hergestellt. Seit 1980 verfügen wir über eine Gas- und Dampfturbinenanlage und damit über Strom und Wärme aus dem umweltfreundlichen
Brennstoff Erdgas. 2004 haben wir mit unserem Biomasse-HKW einen Meilenstein für regenerative Erzeugungstechnik gesetzt. Und seit 2009 verdrängen immer mehr Ersatzbrennstoffe aus heizwertreichen Produktionsreststoffen bzw. aus der mechanisch-biologischen Aufbereitung von Siedlungsabfällen den Brennstoff Kohle. Wir haben also schon seit dem Bestehen des HKW immer in die modernste und sauberste Technik investiert. Trotz ausreichender fossiler Reserven fahren wir den Anteil erneuerbarer Energien ständig höher. Das ist unser Beitrag zur Energiewende.

Ist die HKW-Technik also zukunftsfähig?

Martin Seitz: Regenerative Energietechnik – bei diesem Begriff fallen vielen Menschen zuerst einmal Windräder und PV-Anlagen ein. Das größte regenerative Kraftwerk Pforzheims ist jedoch mit Abstand das Biomasse-HKW. Der Biomasseblock erzeugt mittlerweile 50 % der Fernwärme für Pforzheim aus Holzhackschnitzeln und damit aus einem nachwachsenden Energieträger. In Pforzheim sorgen wir also für eine klimafreundliche Energieversorgung. Wir dürfen uns aber nichts vormachen: Der deutschlandweite Umstieg von der konventionellen Energieerzeugung auf regenerative Energien wie Biomasse, Windkraft und Photovoltaik braucht einen langen Atem. Im Jahr 2050 soll die Versorgung in Deutschland zu 80 % aus erneuerbaren Energieträgern kommen; eine 100-prozentige Versorgung wird erst in vielen Jahren möglich sein. Die Energiewende ist die größte wirtschaftliche Herausforderung seit der deutschen Wiedervereinigung und ein Jahrhundertprojekt.

Gibt es auch eine Schattenseite der Energiewende?

Martin Seitz: In Sachen Wirtschaftlichkeit stehen wir vor großen Herausforderungen. Durch den schnellen Ausbau der Windkraft und Solarenergie sind die Börsenpreise für konventionell erzeugten Strom eingebrochen. Damit fehlt uns im HKW ein Erlöspfad, sodass wir noch mehr als bisher darauf achten, das HKW durch eine optimale Ausnutzung wirtschaftlich zu betreiben. Nur mit optimierten Betriebszeiten können wir unseren Kunden weiterhin einen attraktiven Wärmepreis anbieten.

Durch Einsparung von CO₂ sorgen Sie für Klimaschutz. Wie sieht es denn bei den Luftschadstoffen aus?

Martin Seitz: Ca. 20.000 Haushalte und damit fast jeder zweite Pforzheimer Bürger werden mit Fernwärme versorgt. Unser Konzept besteht aus Klimaschutz durch erneuerbare Energien plus Luftreinhaltung direkt vor Ort. Ein sehr effektiver Staubfilter im HKW bewirkt, dass die Feinstaubwerte 100-mal niedriger sind, als der Grenzwert es vorschreibt. Durch die zusätzliche Rauchgasreinigung werden Stickoxide und Schwefeldioxid auf ein absolutes Minimum reduziert. Ich bin sehr stolz darauf, dass bei den regelmäßigen Messungen Dioxine und Furane, aber auch Schwermetalle wie Quecksilber und Cadmium immer unter der Nachweisgrenze liegen.

Welche Pläne haben Sie im HKW für die Zukunft der Energieversorgung?

Martin Seitz: Neben den schon genannten Plänen denken wir aktuell über neue Anwendungen für Fernwärme nach. So paradox es klingt: Ein neues, interessantes Produkt wird Kälte aus Fernwärme sein. Kälte wird immer häufiger zur Raumklimatisierung sowie in Industrie und Gewerbe zu Kühlungszwecken und für die Lagerung verderblicher Waren benötigt. Dabei wird mithilfe von Adsorptions- Kälteanlagen Kälte aus Wärme erzeugt. Dies ist wesentlich effizienter und auch umweltfreundlicher als ein Kälteaggregat mit Strom anzutreiben. Außerdem erhöhen wir mit dieser Anwendung die Auslastung der Fernwärme gerade im Sommer, wenn Kälte benötigt wird. Intelligente Energieanwendungen sind eine Gemeinschaftsaufgabe für Forschung, Wirtschaft und Energieversorger. Das zeigt sich an diesem Beispiel besonders gut.