Sie wollten schon immer den Unterschied zwischen Kilowatt und Kilowattstunde verstehen? Sie möchten wissen, was das Wort „Blindarbeit“ bedeutet? In unserem kleinen SWP Strom-ABC werden Sie garantiert fündig!
Klicken Sie einfach auf die Begriffe und schon erfahren Sie, was sich dahinter verbirgt.

Abschaltbare Lasten (LastAbschV)

Mit der Verordnung zu abschaltbaren Lasten beschloss die Bundesregierung Ende 2012 neue Regelungen zur Versorgungssicherheit im Stromnetz. Große Stromverbraucher sollen demnach bei drohender Instabilität des Stromnetzes ihren Verbrauch herunterfahren bzw. ganz vom Netz gehen können. Im Gegenzug erhalten die Stromverbraucher eine Entschädigung von den Übertragungsnetzbetreibern. Die bei den Übertragungsnetzbetreibern anfallenden Kosten werden in Form dieser neuen Umlage auf alle Endverbraucher abgewälzt.

Abwärme

Abwärme ist Wärme, die von einem technischen Gerät oder einer technischen Anlage erzeugt, aber nicht genutzt wird. In Kraftwerken wird die Abwärme über einen Kühlturm an die Umgebung abgegeben. Eine intelligente Lösung bietet das Pforzheimer Heizkraftwerk: Ein Großteil der Abwärme wird als Fernwärme für Heizzwecke genutzt. Dadurch erhöht sich der Nutzungsgrad, Primärenergie-Ressourcen werden geschont und Kohlendioxid eingespart.

Ampere

Einheit für die elektrische Stromstärke. Das Einheitenzeichen ist „A“. Es findet sich zum Beispiel auf Haushaltssicherungen wieder.

Arbeitspreis

Der Arbeitspreis bezeichnet den Preis für eine verbrauchte Kilowattstunde Energie.

Bilanzkreis

Stromlieferanten und Stromkunden werden zu Bilanzkreisen zusammengefasst. Die erzeugte und von Lieferanten zugekaufte elektrische Energie muss zu jedem Zeitpunkt mit der Stromabgabe an die Kunden in Deckung gebracht werden. Da es immer zu Abweichungen kommt, müssen diese ausgeglichen werden. Dies geschieht auf der höchsten Ebene der Übertragungsnetzbetreiber durch Regelkraftwerke. Wie der Name sagt, regeln diese Kraftwerke die Deckung der Strommengen durch Zu- oder Abschaltung.

Blindarbeit

Blindarbeit ist ein Anteil der elektrischen Energie, der nicht in Nutzenergie umgewandelt wird, sondern zum Aufbau elektromagnetischer und elektrischer Felder dient. Die Blindarbeit wird in kWh angegeben. Sie belastet die Versorgungsnetze der Netzbetreiber und wird bei Überschreitung von Grenzen vom Energieversorger vereinnahmt und an den Netzbetreiber abgeführt.

Blockheizkraftwerk (BHKW)

Dezentrale Anlage zur gleichzeitigen Bereitstellung von Wärme und Strom mit hohem Wirkungsgrad (siehe Abwärme). Als Brennstoffe für die Motoren bzw. Gasturbinen können Heizöl oder Biomasse (z. B. Holz), Erdgas oder Biogas verwendet werden. BHKWs arbeiten besonders effizient, wenn ein nahe gelegener Abnehmer mit von Wärme versorgt wird (z. B. ein Hallenbad oder eine kleine Wohnsiedlung).

Brennstoffzelle

Durch die chemische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff wird in der Brennstoffzelle elektrischer Strom erzeugt. Wasserstoff muss als Brennstoff kontinuierlich zugeführt werden, um den Prozess aufrecht zu erhalten. Das Problem dieser Technik ist die Erzeugung des reinen Wasserstoffs, der in der Natur nur in gebundener Form vorkommt. Wenn dieses Problem gelöst wird, ist die Brennstoffzelle ein idealer Energiewandler: Leichter als ein Akkumulator, leiser als ein Generator und effizienter als ein Verbrennungsmotor, könnte sie ein wichtiger Energielieferant des 21. Jahrhunderts werden. Brennstoffzellen werden derzeit in Kraftfahrzeugen, als Haus-Brennstoffzelle, in Blockheizkraftwerken und als tragbare Brennstoffzelle als Ersatz für Akkus in Laptops verwendet.

Contracting

Dienstleistung der Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG für Kunden, die Wärme, Kälte, Dampf, Druckluft etc. beziehen, ohne die Anlagen zur Erzeugung dieser Energie erbauen zu müssen. Die Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG übernehmen als Contractor Investition, Anlagenbau und Wartung. Die Kunden, meist aus Industrie und Gewerbe, aber auch Krankenhäuser oder andere öffentliche Einrichtungen, beziehen z. B. Wärme mit einem festen Preis pro verbrauchter Einheit. Der Vorteil: Das Investitionsbudget der Firma wird entlastet, die Unternehmen können auf das Know-how und das Personal der Stadtwerke Pforzheim zurückgreifen.

CO2-Zertifikat

Die Bundesregierung hat sich im Kyoto-Protokoll mit 141 weiteren Nationen weltweit verpflichtet, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Als marktwirtschaftliches Instrument setzt sie dafür den CO2-Zertifikatehandel (Emissionshandel) ein: Große CO2-Emittenten wie Großkraftwerke und bestimmte Industriezweige bekommen Zertifikate für eine bestimmte Menge an CO2-Ausstoß zugeteilt. Wer durch Investitionen in Filter oder bessere Energieausnutzung CO2 einspart, kann die überzähligen Zertifikate verkaufen. Wer aber mehr CO2 ausstößt als die zugeteilten Zertifikate erlauben, muss Zertifikate von anderen Unternehmen zukaufen. So soll ein Investitionsanreiz für moderne, saubere Technik gegeben werden.

Drehstrom/ Dreiphasenwechselstrom

Dies ist ein System von drei miteinander verketteten Wechselströmen. In einem Generator werden drei Spulen im Kreis versetzt angeordnet. So entstehen drei zeitlich versetzte Wechselspannungen U1, U2 und U3, deren höchste Ausschläge nacheinander entstehen. Durch eine so genannte Sternschaltung der Leiter kann die dreifache Leistung eines einzelnen Wechselstromsystems mit einem Material-Mehraufwand von 50 Prozent übertragen werden.

Durchleitung

Organisatorisch-vertraglicher Vorgang, wobei ein Netzbetreiber die Einspeisung elektrischer Energie an einer oder mehreren Übergabestellen sowie die zeitgleiche Entnahme des Stroms durch einen Empfänger an einer oder mehreren Entnahmeknoten gestattet.

EEX

An der European Energy Exchange (Europäische Energiebörse) Deutschlands mit Sitz in Leipzig werden Strommengen gehandelt. Die Börse entstand 2002 durch Fusion der Frankfurter und der Leipziger Energiebörsen. Der Stromhandel ist rein betriebswirtschaftlicher Natur und abgekoppelt von der physikalischen Erzeugung in Kraftwerken und vom Transport des Stroms über das Übertragungsnetz. Die Strombörse ist eine Möglichkeit für Stromhändler und Energieunternehmen, benötigte Strommengen zuzukaufen oder freie Strommengen zu verkaufen und damit gute Preise zu erzielen. Es besteht wie an allen Börsen natürlich auch das Risiko, Verluste einzufahren. Eine weitere Möglichkeit des Stromhandels sind OTC (over the counter)-Geschäfte zwischen einem Käufer und einem Verkäufer außerhalb des börslichen Handels.

Elektrische Arbeit

Siehe Leistung.

Einspeisevergütung

Für die Einspeisung von Strom ins Stromnetz erhalten Betreiber von Erzeugungsanlagen, die sich aus erneuerbaren Energien speisen, gesetzlich festgelegte Vergütungssätze. Grundlage dafür ist das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG) von 2004. Gefördert wird die Erzeugung von Strom aus Wasserkraft, Deponiegas, Klärgas und Grubengas, Biomasse (Holz, Pflanzen und Pflanzenreste), Geothermie (Erdwärme), Windenergie und solarer Strahlungsenergie (Photovoltaik). Die Vergütungssätze liegen zwischen 3,9 Cent pro Kilowattstunde für Strom aus Altholz und knapp 47 Cent pro Kilowattstunde für Strom aus Solarzellen. Jeder kann also über Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien Strom erzeugen - der Netzbetreiber ist verpflichtet, diesen Strom aufzunehmen.

Elektrizität

Elektronenfluss mithilfe elektrischer Spannung. Einige Stoffe (z. B. Metalle, so genannte Leiter) geben Elektronen aus der äußeren Atomhülle ab. Diese Valenzelektronen können sich nun frei zwischen den Atomen bewegen. Infolge der elektrostatischen Anziehung können die Elektronen aber nicht entweichen. Mit dem Anlegen einer elektrischen Spannung an den Leiter werden die Elektronen angetrieben. Elektrischer Strom ist also die Bezeichnung für gerichtet bewegte Elektronen in einem Stromkreis. Aufgrund des Widerstands vermindert sich die Spannung (Spannungsfall). Elektrisch angetriebene Geräte sind also eigentlich keine Stromverbraucher, sondern Spannungsverbraucher.

Erneuerbare Energien-Gesetz

Dieses Gesetz soll den Ausbau von Stromerzeugungsanlagen fördern, die mithilfe erneuerbarer Energieträger wie Holz, Biogas oder Windkraft elektrische Energie erzeugen. Zum einen soll dadurch die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdgas und Heizöl vermindert werden. Diese wertvollen und endlichen Primärenergieträger werden somit geschont. Zum anderen vermindert sich der Ausstoß von Klimagasen, da die erneuerbaren Energien nur die Menge an CO2 freigeben, die sie vorher im Wachstumsprozess aufgenommen haben. Zum dritten wachsen diese Energieträger nach, werden also nicht endgültig verbraucht, wie es beim Erdöl der Fall ist. Die Stadtwerke Pforzheim erzeugen Strom in zwei Flusskraftwerken, im neuen Biomasse-Heizkraftwerk und über Solarzellen auf dem Dach des Stadttheaters.

EEG-Umlage

Mit der EEG-Umlage wird die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energieträgern gefördert und nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütet. Diese Kosten für die Vergütung werden gemäß EEG auf alle Verbraucher umgelegt.

Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter)

Bei dieser Stromüberwachungstechnik wird der beim elektrischen Gerät ankommende Strom mit dem zurückfließenden verglichen. Die Summe muss Null betragen. Ansonsten löst der FI-Schalter binnen Zehntelsekunden aus und trennt den überwachten Stromkreis vom restlichen Netz. So sind Sie gegen die Gefahr eines Stromschlags gesichert. FI-Schalter sind für Stromkreise, die den Außenbereich versorgen, zwingend vorgeschrieben. Auch für Nassbereiche wie Badezimmer, Schwimmbad, Sauna, Waschkeller etc. sollte ein FI-Schalter dringend installiert werden.

Fernwärme

Energie zur Wärmeversorgung, die durch Heißwasser- oder Dampfleitungen zum Kunden gelangt. In Pforzheim werden gleichzeitig Strom und Wärme für 20.000 Kunden zentral im Heizkraftwerk an der Eutinger Straße erzeugt. Dieses Verfahren heißt Kraft-Wärme-Kopplung und weist mit 70 Prozent Nutzungsgrad eine weit höhere Effizienz auf als reine Heizwerke. Mehrere Anlagenblöcke werden unterschiedlich mit Steinkohle, Erdgas, leichtem Heizöl und Altholz befeuert. Das so erzeugte Heißwasser gelangt über Rohrleitungen in die Häuser, die Wärme wird in Wärmeübergabestationen auf den Heizkreislauf des Kunden übertragen. Das abgekühlte Wasser wird zurück ins Heizkraftwerk gepumpt. Dort beginnt der Kreislauf von neuem. Vorteile der Fernwärme sind neben der effizienten Energieausnutzung die Vermeidung von Emissionen, da das HKW mit wirksamen Filtern ausgestattet ist, die Preisstabilität und die Vermeidung von Investitionskosten für Tank, Heizraum und Brenner beim Kunden.

Gas- und Dampfturbinenkraftwerk

Das GuD-Kraftwerk verbrennt mit einer Gasturbine fossile Brennstoffe, vorwiegend Erdgas und erzeugt damit über einen Generator Strom. Die Wärme der Verbrennungsabgase wird zu Dampf umgewandelt und treibt eine nachgeschaltete Dampfturbine an. So wird nochmals Strom erzeugt. Durch diese Kombination von Gas- und Dampfturbine kann der Wirkungsgrad des Kraftwerks auf auch ohne Kraft-Wärme-Kopplung auf bis zu 60 Prozent erhöht werden (sonst nur ca. 40 Prozent). Im Pforzheimer Heizkraftwerk wird ein Anlagenblock mit einer GuD-Turbine gefahren.

Geothermie

Nutzung der im oberen Teil der Erdkruste gespeicherte Erdwärme zur Wärmeversorgung und Stromgewinnung. Die oberflächennahe Geothermie kann über Erdwärmesonden direkt für den Betrieb einer Wärmepumpenheizung genutzt werden. Die tiefe Geothermie wird industriell, von Kraftwerken zur Stromerzeugung oder Wärmenutzung verwendet. Seit November 2007 speist das erste große Geothermie-Kraftwerk in Landau 3 MW elektrische Leistung ins Netz und versorgt 300 Wohnungen mit 70 bis 90 °C heißem Wasser. Durch frühere vulkanische Aktivitäten gibt es im Bereich des Oberrheingrabens an manchen Stellen relativ hohe Temperaturen im Gestein und im Tiefenwasser, die sich energetisch nutzen lassen.

Gigawattstunde (GWh)

1.000 Megawattstunden (MWh) oder 1.000.000 Kilowattstunden (kWh).

Gleichstrom

Elektrischer Strom, dessen Richtung sich nicht ändert (siehe auch Wechselstrom). In der Praxis wird auch Mischstrom mit überwiegendem Gleichanteil als Gleichstrom bezeichnet. Gleichstrom ist in der Elektronik wichtig, da elektronische Schaltungen zur Leistungsversorgung Gleichspannung und damit Gleichstrom benötigen. Akkus, Batterien, Solarzellen und Brennstoffzellen können nur Gleichstrom erzeugen. Bei Solarzellen (Photovoltaikanlagen) werden Wechselrichter eingesetzt, um den damit umgerichteten Wechselstrom ins normale Stromnetz einspeisen zu können.

Grundlast/ Grundleistung

Anteil der elektrischen Leistung, der über eine bestimmte Zeitperiode kontinuierlich abgefordert wird. Das Gegenteil ist die Spitzenlast, die elektrische Leistung, die nur an wenigen Stunden des Tages nachgefragt wird, beispielsweise in den Stunden nach Arbeitsbeginn, wenn Betriebe und Haushalte gleichzeitig Strom benötigen. Um die Grundlast abzudecken, werden in Deutschland meist Kernkraftwerke und Braunkohle-Kraftwerke eingesetzt. Zur Abdeckung der Spitzenlast werden Kraftwerkseinheiten eingesetzt, die sich schnell hoch- und wieder herunterfahren lassen, z. B. GuD-Kraftwerke.

Grundpreis

siehe Arbeitspreis

Hochspannung

Spannungsebene zwischen 60.000 und 150.000 Volt, die zur regionalen und überregionalen Energieübertragung dient.

Höchstlast (Höchstleistung)

Größte elektrische Leistung, die während eines Tages, Monats oder Jahres eingespeist wurde.

Höchstspannung

Spannungsebene zwischen 150.000 und 380.000 Volt, dient zum überregionalen Stromtransport im Übertragungsnetz.

HT (Hochtarif)

Der Hochtarif ist der in der Regel tagsüber geltende Arbeitspreis in ct/kWh. Die genauen Zeiten, in denen der HT-Arbeitspreis gilt, ergeben sich aus dem jeweils gültigen Preisblatt.

Joule

Nach James Prescott Joule benannte Arbeits-, Energie- und Wärmeeinheit, auch Newtonmeter oder Wattsekunde. Ein Joule ist die Energie, die benötigt wird, um über die Strecke von einem Meter die Kraft von einem Newton aufzuwenden oder über die Dauer von einer Sekunde die Leistung von einem Watt aufzubringen.

Kohlendioxid, CO2

entsteht bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Brennstoffe (Heizöl, Kohle, Erdgas) in unterschiedlichen Mengen. Da noch kein wirtschaftliches Verfahren zur CO2-Abtrennung zur Verfügung steht, muss die Emission dieses klimawirksamen Gases derzeit möglichst eingeschränkt werden. Bestes derzeit verfügbares Mittel ist die nahezu vollständige Nutzung des Energiegehalts in Kraft-Wärme-Kopplung, wie sie im Pforzheimer Heizkraftwerk bereits seit Jahrzehnten praktiziert wird.

Konzessionsabgabe

Die Konzessionsabgabe ist das Entgelt an die Kommune für die Mitbenutzung von öffentlichen Verkehrswegen durch Versorgungsleitungen. Der Netzbetreiber bezahlt die Konzessionsabgabe an die Stadt oder Kommune und berechnet dieses Entgelt an die Energie- oder Wasserlieferanten weiter, der die Konzessionsabgabe wiederum seinen Kunden in Rechnung stellt.

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Verfahren zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme. Die Abwärme aus dem Stromerzeugungsprozess wird als Fernwärme genutzt. Damit erhöht sich der Wirkungsgrad des Heizkraftwerks im Vergleich zum reinen Kraftwerk oder Heizwerk auf bis zu 85 Prozent. Durch die effizientere Nutzung des Brennstoffs werden Primär-Energieträger wie Kohle und Erdgas eingespart. Im Blockheizkraftwerk wird Kraft-Wärme-Kopplung in kleinerem Umfang betrieben, die Wärme versorgt als Nahwärme ein Schwimmbad oder ein kleines Wohngebiet.

KWK-Umlage

Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK-)Anlagen erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Dadurch wird ein höherer Nutzungsgrad erreicht, wodurch Brennstoff eingespart und Kohlendioxid- Emissionen gemindert werden können. Betreiber von KWK-Anlagen erhalten einen gesetzlich festgelegten Zuschlag. Diese Kosten werden gemäß Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) auf die Verbraucher umgelegt.

Kilowatt (kW)

Nach dem schottischen Erfinder James Watt benannte physikalische Einheit für die Leistung. Während die (Kilo)Wattstunde den Stromverbrauch angibt, bezeichnet die Wattzahl die Wirkleistung des Stroms, die von elektrischen Geräten aufgenommen und in Arbeit umgewandelt wird. Ein Bügeleisen mit einer Leistung von 1.000 Watt würde also in einer Stunde eine Kilowattstunde Strom verbrauchen; eine Energiesparlampe mit 11 Watt Leistung wandelt bei konstanter Leistung in einer Stunde 11 Wattstunden oder 0,011 Kilowattstunden elektrischer Energie in Licht und Wärme um.

Kilowattstunde (kWh)

1.000 Wattstunden. Mit einer Kilowattstunde Strom kann man z.B. etwa 2.500 Männer elektrisch rasieren, 4.800 Zitronen elektrisch auspressen, 5,6 Kilogramm Schmutzwäsche waschen, 3 Oberhemden trocknen und bügeln, 240 Frühstückseier kochen, einen Raum 16 Stunden lang mit einer 60-W-Glühbirne oder 90 Stunden lang mit einer 11-W-Energiesparlampe beleuchten

Kyoto Protokoll

1997 wurde in Kyoto/Japan diese Vereinbarung aufgesetzt, die durch Absenkung der Emissionen in Industrie, Verkehr und Haushalten dem Klimaschutz dienen soll. Der Ausstoß von sechs klimawirksamen Treibhausgasen soll begrenzt werden: in der ersten Verpflichtungsperiode von 2008 bis 2012 um durchschnittlich 5,2 Prozent gegenüber 1990. Das Protokoll sollte in Kraft treten, sobald 55 Staaten, die zusammen mehr als 55 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen des Jahres 1990 verursachten, dieses Protokoll ratifiziert haben. Dies war am 16. Februar 2005 durch den Beitritt der Russischen Republik der Fall. Mittlerweile haben 141 Nationen das Kyoto-Protokoll unterschrieben. Bei der Nachfolgekonferenz 2007 auf Bali einigten sich die teilnehmenden Industriestaaten auf den Rahmen der Vereinbarungen ab 2013.

Lastgang

Kurve, die den zeitlichen Verlauf des Leistungsbedarfs eines Kunden oder einer Kundengruppe viertelstundengenau zeigt. Um ein Lastprofil erstellen zu können, bauen die SWP beim Kunden ein Leistungsmessgerät ein. Der Lastgang gibt Auskunft über Leistungsspitzen und dient als Grundlage für Maßnahmen zur Absenkung hoher Leistungen, zum Beispiel durch zeitliches Versetzen der Anfahrmomente großer Maschinen. Da bei großem Strombedarf die Leistung ein wichtiger Preisbestandteil ist, beraten die SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG ihre Großkunden hinsichtlich der Leistungsabsenkung.

Lastprofil

Kurve, die den zeitlichen Verlauf des Leistungsbedarfs eines Kunden oder einer Kundengruppe viertelstundengenau zeigt. Um ein Lastprofil erstellen zu können, bauen die Stadtwerke Pforzheim beim Kunden ein Leistungsmessgerät ein. Das Lastprofil gibt Auskunft über Leistungsspitzen und dient als Grundlage für Maßnahmen zur Absenkung hoher Leistungen, zum Beispiel durch zeitliches Versetzen der Anfahrmomente großer Maschinen. Da bei großem Strombedarf die Leistung ein wichtiger Preisbestandteil ist, beraten die Stadtwerke Pforzheim ihre Großkunden hinsichtlich der Leistungsabsenkung.

Leistung, elektrische

Leistung, die vorhanden ist, wenn über einen bestimmten Zeitraum elektrische Arbeit verrichtet wird. Leistung wird in Watt oder Kilowatt angegeben. Wird eine Leistung von 1000 Watt eine Stunde lang erzeugt, bedeutet das eine elektrische Arbeit von einer Kilowattstunde (kWh). Ein Heizlüfter mit einer Leistung von 1000 Watt verbraucht also über die Dauer einer Stunde 1 kWh Strom, ebenso eine Stunde bügeln, wenn das Bügeleisen eine elektrische Leistung von 1000 Watt aufweist.

Leistungspreis

Für die bezogene Leistung (kW) wird vom Energieversorger je nach Vereinbarung ein Leistungspreis in Rechnung gestellt. In Abhängigkeit von der Preiskondition wird entweder der höchste gemessene Wert des Jahres (Jahresleistungspreis) oder der Höchstwert eines Monats (Monatsleistungspreis) berechnet.

Lieferstelle oder Verbrauchsstelle

Die Lieferstelle oder Verbrauchsstelle ist der Ort, an dem die Gas- bzw. Stromlieferung erbracht wird.

Megawatt (MW)

1.000 Kilowatt. Das Biomasse-Heizkraftwerk Pforzheim hat eine Leistung von 13,3 MW. Das Heizkraftwerk Pforzheim weist eine installierte Fernwärmeleistung von 200 MW und eine installierte elektrische Bruttoleistung von 100 MW auf.

Messstellenbetrieb

Der Messstellenbetrieb umfasst den Ein- und Ausbau sowie den Betrieb und die Wartung von Zählern. Diese Kosten werden vom Netzbetreiber bzw. Messstellenbetreiber in Rechnung gestellt.

Messdienstleistung

Die Messung beinhaltet die Ermittlung des Energieverbrauchs sowie die Erfassung, Verwaltung und Bereitstellung der Zählerdaten. Diese Kosten werden vom Netzbetreiber bzw. Messdienstleister in Rechnung gestellt.

Mittelspannung

Spannungsebene zwischen 1.000 Volt und 60.000 Volt. Im Pforzheimer Mittelspannungsnetz beträgt die Spannung 20.000 Volt.

Netzbetreiber

Betreiber eines Energieverteilungs- oder -übertragungsnetzes, der für den sicheren Betrieb des eigenen Netzes und die Verbindung zu anderen Netzen verantwortlich ist. Mit der Liberalisierung des Strommarktes wurden Vertrieb und Netz der Strom- oder Gasversorgungsunternehmen buchhalterisch, organisatorisch, informationell und gesellschaftsrechtlich voneinander getrennt (Unbundling oder Entflechtung). Zudem muss der Netzbetreiber seine Energienetze diskriminierungsfrei anderen Energieversorgern zur Durchleitung von Strom und Gas zur Verfügung stellen.

Netzbetreibernummer / NBT-Code / Codenummer des Netzbetreibers

Die Netzbetreibernummer dient der eindeutigen Identifikation des örtlichen Verteilnetzbetreibers, an dessen Netz die Lieferstelle angeschlossen ist.

Netznutzungsentgelte

Netznutzungsentgelte sind Entgelte des Energienetzbetreibers für den Transport und die Verteilung der Energie sowie den damit verbundenen Dienstleistungen.

NT (Niedertarif)

Der Niedertarif ist der in der Regel nachts geltende Arbeitspreis in ct/kWh. Die genauen Zeiten, in denen der NT-Arbeitspreis gilt, ergeben sich aus dem jeweils gültigen Preisblatt.

Offshore-Haftungsumlage

Um den Ausbau der Offshore-Windenergie zu beschleunigen, hat die Regierung einen Gesetzesentwurf gebilligt, der auch neue Haftungsregelungen vorsieht. Durch diese Regelungen sollen die Investitionen der Betreiber von Offshore-Windparks finanziell abgesichert werden, wenn diese zum Beispiel wegen Lieferproblemen bei notwendigen Anschlusskabeln oder anderen Verzögerungen beim Netzanschluss keinen Strom liefern können. Die Kosten trägt der Letztverbraucher in Form der Offshore-Umlage.

Ökosteuer

Siehe Stromsteuer.

Photovoltaik

Umwandlung von Strahlungsenergie - meist Sonnenenergie - in elektrischen Strom. Solarzellen nutzen den photoelektrischen Effekt: Das in Solarzellen meist verwendete Silizium wird von einem Licht-Photon getroffen. Das getroffene Elektron verlässt seine Bahn. Durch den besonderen Aufbau der Solarzelle wird es daran gehindert, in das nächste „Elektronenloch“ zurückzufallen und wandert zum Minuspol der Zelle. Die positiv geladenen Teilchen wandern dagegen zum Pluspol: An der Solarzelle liegt jetzt Photospannung an, die über einen Verbraucher abgeführt werden kann. Dieser Gleichstrom wird durch einen Wechselrichter in Wechselspannung umgewandelt und kann dann ein Gerät mit Strom versorgen (z. B. einen Parkautomaten) oder ins Stromnetz eingespeist werden. Im Jahr 2008 werden in Deutschland etwa 3600 Gigawattstunden Strom aus Photovoltaik-Anlagen kommen. Dafür erhalten die Betreiber insgesamt etwa 1,8 Milliarde Euro Vergütung aus Mitteln des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.

Primärenergie

Ursprüngliche Form der Energie (z. B. bei Erdöl, Erdgas) wie sie gefördert wird (noch nicht gereinigt und veredelt). Primärenergieträger sind Kohle, Erdgas, Erdöl und Uran, aber auch Wasser, Wind und Sonne, die zur Stromerzeugung eingesetzt werden.

Regelkraftwerke

Siehe Bilanzkreis.

Reserveleistung

Vorhaltung von elektrischer Leistung beim Energieversorgungsunternehmen für einen Kunden, der eigene Anlagen zur Stromerzeugung hat. Für den Fall, dass diese ausfallen.

Reserven und Ressourcen

Hier verwendet für Rohstoffe, die zur Energieerzeugung dienen. Reserven sind die Mengen, die mit großer Genauigkeit erfasst wurden und mit den vorhandenen technischen und wirtschaftlichen Mitteln mit Sicherheit gefördert werden können. Ressourcen sind dagegen der Teil des Gesamtpotenzials, das nachgewiesen, aber wirtschaftlich nicht gewinnbar ist, oder das geologisch noch nicht genau erfasst ist. Die sicheren Reserven betrugen 2006 nach Erkenntnissen der Bundesregierung für Erdöl 162 Milliarden Tonnen (Reichweite: 42 Jahre), für Erdgas 181 Billionen Kubikmeter (Reichweite: 62 Jahre). 726 Milliarden Tonnen SKE Stein- und Braunkohlen reichen für 207 Jahre. Uran hat laut Bundesregierung eine Reichweite von 68 Jahre. Allen Reichweiten wurde ein Verbrauch nach heutigem Umfang zugrunde gelegt - erhöht sich der Verbrauch, stimmen auch die Reichweiten nicht mehr. Werden allerdings neue Öl- oder Gasquellen gefunden, erweitert sich die Reichweite.

Solarthermie

Umwandlung der solaren Einstrahlung in Wärmeenergie. Der Solarkollektor absorbiert einen möglichst großen Teil der Sonneneinstrahlung. Er ist in einen wärmegedämmten Kasten mit transparenter Abdeckung aus Glas eingebettet und wird von einer Wärmeträgerflüssigkeit durchströmt. Diese zirkuliert zwischen Kollektor und Warmwasserspeicher. Sobald die Temperatur am Kollektor die Temperatur im Speicher um einige Grad übersteigt, schaltet sich die Umwälzpumpe ein, und die Wärmeträgerflüssigkeit transportiert die Wärme vom Kollektor in den Warmwasserspeicher. Eine richtig dimensionierte Anlage kann 50 bis 65 Prozent des benötigten Warmwassers für einen Haushalt bereitstellen. Die Heizung kann im Sommer ausgeschaltet werden, denn zum Duschen und Baden reicht dann die Wärme aus dem Solarkollektor. Außerdem gibt es solarthermische Anlagen zur Heizungsunterstützung.

Sonderkundenumlage (Zuschlag nach §19 StromNEV)

Die Sonderkundenumlage nach §19 Strom NEV ist eine gesetzlich verpflichtende Umlage. Aus dieser Umlage wird die Entlastung stromintensiver Industriebetriebe von den Netzentgelten finanziert.

Spannung

Formelzeichen U, wird in Volt gemessen. Die elektrische Spannung gibt an, wie viel Arbeit bzw. Energie nötig ist, um ein Objekt mit einer bestimmten elektrischen Ladung entlang eines elektrischen Feldes zu bewegen. Die Spannung im EU-Niederspannungs-Stromnetz beträgt 230 Volt bzw. 400 Volt beim Drehstrom.

Strombörse

Siehe EEX.

Stromkennzeichnung (Energiemix)

Die nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) vorgeschriebene Stromkennzeichnung informiert über die Herkunft des bezogenen Stroms und dessen Umweltauswirkungen.

Stromnetz

Versorgungsleitungen für elektrische Energie von den Kraftwerken zu den Verbrauchern. Über weite Distanzen wird der Strom mit einer Netzfrequenz von 50 Hertz und einer Netzspannung bis zu 400.000 Volt übertragen. Erst in der Nähe der Verbraucher wird der Strom auf 230 bzw. 400 Volt heruntertransformiert. Das Höchstspannungsnetz ist über Transformatoren an die Großkraftwerke angeschlossen und transportiert den Strom zu den Transformatoren. Diese wandeln die Spannung in Mittelspannung um, womit Großeinrichtungen wie Industriebetriebe versorgt werden. Die Mittelspannung wird wiederum heruntertransformiert und in die Häuser verteilt. Das deutsche Stromnetz ist etwa 1,6 Millionen Kilometer lang und besteht zu mehr als zwei Dritteln aus unterirdisch verlegten Stromkabeln - Tendenz steigend.

Stromsteuer

Die Stromsteuer ist eine gesetzlich geregelte Verbrauchssteuer, die seit 1999 auf Grund des Gesetzes zur ökologischen Steuerreform erhoben wird. Besteuert wird der Verbrauch bzw. die Entnahme aus dem Netz im deutschen Steuergebiet. Die Stromsteuer wird vom Energieversorger erhoben und an das Hauptzollamt abgeführt.

Terawatt (TW) / Terawattstunde (TWh)

1.000 Gigawatt(stunden), 1 Million Megawatt(stunden), 1 Milliarde Kilowatt(stunden), 1 Billion Watt(stunden). Die größten Stromerzeuger der Welt erzeugen jährlich folgende Strommengen: USA: 4.250 TWh; Volksrepublik China 2.830 TWh; Japan 1.150 TWh; Russland 990 TWh; Indien 726 TWh; Deutschland 635 TWh.

Thermografie

Bildgebendes Verfahren, das das langwellige Infrarotlicht wärmeabstrahlender Gegenstände aufnehmen und wiedergeben kann. Die Hauptanwendungsgebiete liegen in der Haustechnik und Wärmedämmung von Gebäuden. Im Winterhalbjahr, wenn der Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur mindestens 10 °C beträgt, kann die Wärmebild-Kamera Wärmebrücken und Isolationsmängel sichtbar machen. Auch für die Suche nach Heizungslecks, Kabelisolationsfehlern und sonstigen Isolationsschäden an elektronischen Bauteilen kann man thermografische Aufnahmen heranziehen.

Transformator

Mit dem Transformator werden Wechselspannungen herauf- oder heruntertransformiert. Die Leistung bleibt (bis auf die unvermeidlichen Trafoverluste) konstant, nur das Verhältnis von Stromstärke und Spannung wird verändert. Bei Reduzierung der Spannung steigt der entnehmbare Strom an, wird sie erhöht, sinkt der entnehmbare Strom.

Versorgungssicherheit

Eigentlich Versorgungszuverlässigkeit: lückenlose Stromversorgung der Stromkunden. In Deutschland ist weltweit eine der höchsten Versorgungsraten gegeben. Deutsche Stromkunden mussten 2005 durchschnittlich 19 Minuten auf elektrische Energie verzichten. In Italien waren es 76 Minuten, in Spanien 118 Minuten und in Irland gar 163 Minuten pro Jahr.

Verbrauchsstelle oder Lieferstelle

Die Verbrauchsstelle oder Lieferstelle ist der Ort, an dem die Gas- bzw. Stromlieferung erbracht wird.

Verrechnungspreis

Der Verrechnungspreis setzt sich aus einem Entgelt für den Messstellenbetrieb, die Messung und die Abrechnung zusammen.

Volt

Siehe Spannung.

Wandlerfaktor der Messeinrichtung

Messwandler reduzieren hohe Ströme bzw. Spannungen. Mit dem Wandlerfaktor ist die entsprechende Messgröße (z.B. Verbrauch, Leistung) zu multiplizieren.

Wärmepumpe

Die Wärmepumpe entzieht einem Medium wie Wasser, Erdreich oder Luft über Wärmetauschersysteme Wärme, „pumpt“ diese in einem Kältekreislauf auf ein höheres Temperaturniveau und versorgt mit der gewonnenen Wärme einen Heizkreislauf. Mithilfe von einem Teil zugeführter Energie - meist mit Strom - werden drei bis vier Teile Heizleistung erzeugt. Vergleichbar ist dieses System mit einem Kühlschrank - nur umgekehrt: Der Kühlschrank entzieht seinem Innenraum Wärme und gibt sie nach außen ab, die Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme und gibt sie nach innen weiter. Über Erdsonden, Erdkollektoren, Grundwasser-Saugbrunnen oder Luft-Absorber erhält die Wärmepumpe ihr Medium, aus dem sie Wärme entziehen kann.

Wasserkraftwerk

Hier wird die mechanische Energie des Wassers über eine Turbine und einen Generator in elektrische Energie umgewandelt. Dafür werden je nach Fallhöhe und Wassermenge unterschiedliche Turbinentypen verwendet. Es gibt mehrere Arten von Wasserkraftwerken: Laufwasserkraftwerke nutzen das Gefälle eines Flusses. Speicherkraftwerke sammeln das Wasser für eine bestimmte Zeitperiode und lassen es über die Turbine laufen, um zu Spitzenlastzeiten Strom zu erzeugen. Pumpspeicherkraftwerke pumpen das Wasser zu Niedriglastzeiten in ein hoch gelegenes Wasserbecken, um in den Zeiten hohen Leistungsbedarf Spitzenstrom zu erzeugen. Weitere Formen des Wasserkraftwerks sind das Gezeitenkraftwerk, das den Wechsel von Ebbe und Flut zur Erzeugung von Strom nutzt, Wellenkraftwerke nutzen die Energie der kontinuierlichen Meeresbewegungen. Meeresströmungskraftwerke nutzen die kinetische Energie der Meeresströmungen. Die größten Laufwasserkraftwerke in Deutschland stehen am Hochrhein: KW Laufenburg: 106 MW Leistung, etwa 700 Mio. kWh Stromerzeugung jährlich; KW Albbruck-Dogern 84,9 MW, 570 kWh Jahresproduktion. Das größte Pumpspeicherkraftwerk Deutschlands ist Goldisthal mit 1060 MW Leistung.

Watt

Siehe Leistung.

Wechselstrom

Elektrischer Strom, der seine Richtung periodisch und stetig wiederholend sinusförmig ändert. Vorteil gegenüber Gleichstrom sind die einfache Erzeugung, eine einfache Transformation in Hochspannungs-Wechselstrom und einfache Dreiphasen-Wechselstrom-Motoren mit hohem Wirkungsgrad. Daher wird in unserem Stromnetz Wechselstrom verwendet.

Widerstand, elektrischer

Wird in Ohm ausgedrückt, Einheitenzeichen Ω, in der Elektrotechnik ein Maß, welche elektrische Spannung (Formelzeichen U) nötig ist, um einen bestimmten elektrischen Strom (Formelzeichen I) durch einen elektrischen Leiter fließen zu lassen. Die Formel für den elektrischen Widerstand heißt R = U / I.

Wirkungsgrad

Allgemein das Verhältnis von abgegebener Leistung (Nutzen) zu zugeführter Leistung (Aufwand). In der Elektrotechnik ist der griechische Buchstabe η (eta) dem Wirkungsgrad zugeordnet. Da Kraftwerke wie alle Maschinen die zugeführte Energie nur teilweise in Strom umwandeln können, entstehen Verluste. Energie aus dem mechanischen, photoelektrischen oder Verbrennungsprozess geht bei der Umwandlung in elektrische Energie durch Reibung und Abstrahlung in andere Energieformen über und damit für die Erzeugung elektrischer Energie verloren. Der Wirkungsgrad, also das Maß für die Wirksamkeit eines Energieumwandlungsprozesses, ist immer kleiner als Eins und wird in Prozent angegeben. Kraftwerke weisen unterschiedliche Wirkungsgrade auf. Das heißt aber nicht, dass der höchste Wirkungsgrad automatisch das „beste“ Kraftwerk auszeichnet: Planbarkeit der Kraftwerkseinsatzes, Verfügbarkeit der Brennstoffe, des Sonnenlichts oder der Wasserkraft sowie wirtschaftlicher Betrieb des Kraftwerks sind weitere wichtige Faktoren, die berücksichtigt werden müssen. Einige Kraftwerk-Wirkungsgrade:

  • GuD-(Gas- und Dampfturbinen)-Kraftwerk: 55-60 %
  • Kernkrafwerk, Leichtwasserreaktor: 33 %
  • Leichtwasserreaktor: 33 %
  • Solarzelle: 5-22%
  • Braunkohlekraftwerk: ca.35 bis 45%
  • Steinkohlekraftwerk: ca.38 bis 47%
  • Wasserkraftwerk: 80-90%
  • Windkraftanlage: bis 50 %
  • Zum Vergleich Wirkungsgrade von Automotoren:
  • Auto Benzinmotor: 20%
  • Auto Dieselmotor: 25%

Zähler

Elektromechanisch arbeitendes Zählwerk zur Erfassung von Strom-, Wasser- oder Gasmengen, die vom Kunden verbraucht wurden. Mittels Zählerfernauslese können die Zählwerte elektronisch ausgelesen und an einen Empfänger übertragen werden.

Zählpunkt / Zählpunktbezeichnung

Ein Zählpunkt kennzeichnet eine Lieferstelle eindeutig. Diese Nummer existiert nur einmal im europäischen Energienetz. Am Zählpunkt werden die relevanten Messdaten erfasst. Über die Zählpunktbezeichnung kann der Netzbetreiber den Standort der Lieferstelle genau identifizieren und dem Zähler zuordnen. Im Gegensatz dazu ist die Zählernummer nicht ortsgebunden, da Zähler gewechselt werden können.

Zuschlag nach §19 StromNEV (Sonderkundenumlage)

Die Sonderkundenumlage nach §19 Strom NEV ist eine gesetzlich verpflichtende Umlage. Aus dieser Umlage wird die Entlastung stromintensiver Industriebetriebe von den Netzentgelten finanziert.

SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Sandweg 22, 75179 Pforzheim | Handelsregister Mannheim, HRA 50 36 09 | USt Id.Nr.: DE 214129630
Um diese Seite als Lesezeichen zu Speichern, drücken Sie Bitte die Tastenkombination STRG + D oder ⌘ + D (Apple OSX). Alternativ können Sie auf die Lesezeichen Schaltfläche, in oder neben der Adresszeile klicken. Hinweis schließen

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Seiten stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Mehr dazu lesen Sie in unseren Hinweisen zum Datenschutz | Hinweis schließen