Die Stadtwerke Pforzheim errichten eine Basis für eine umweltschonende Nahwärmeversorgung in Hohenwart.

Im nördlichen Bereich des Hohenwart Forum wurde gebaut: Die Stadtwerke Pforzheim errichteten hier ein Heizwerkgebäude und legten damit die Basis für eine umweltschonende Nahwärmeversorgung in Hohenwart.

Ende April 2014 starteten die SWP mit einem symbolischen Spatenstich den Bau des Heizwerks sowie den Baubeginn der Nahwärmeleitung. „Das wird eine sehr umweltfreundliche und nachhaltige Energieversorgung sein“, sagte Roger Heidt (seit 2016 Vorsitzender der Geschäftsführung der SWP). „Schon vor zehn Jahren hatten wir den Gedanken, für das Hohenwart Forum und die Gemeinde Hohenwart eine Wärmeversorgung aufzubauen“, ergänzte der damalige SWP Geschäftsführer Wolf-Kersten Meyer. „Es war ein langer Weg, weil wir die Planung immer wieder erweitert haben.“ Das Heizwerk ist im November 2014 offiziell eingeweiht worden.

Erste Bauphase: Das Heizwerk und die Komponenten

Das entstandene Heizwerk besteht aus mehreren Komponenten, die jederzeit die Versorgung mit Warmwasser für die Beheizung des Hohenwart Forums und weiterer Gebäude sicherstellen. Zur Abdeckung der Grundlast im Sommer und im Winter versorgt ein Erdgas-Blockheizkraftwerk die angeschlossenen Gebäude mit Wärme und erzeugt zusätzlich noch Strom. Im Winter sorgt ein Pellet-Heizkessel mit automatischer Beschickung und Abgasreinigung für die so genannte Mittellast, also den Großteil der benötigten Wärme. Ein Erdgas-Heizkessel stellt in Zeiten mit Spitzenbedarf zusätzliche Wärme zur Verfügung. Gleichzeitig dient dieser Heizkessel der zusätzlichen Versorgungssicherheit. „Wenn wir als kirchlicher Träger des Hohenwart Forums es schaffen, 70 % unseres Wärmebedarfs regenerativ zu erzeugen, leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und damit zur Bewahrung der Schöpfung“, sagte Gerhard Hötger, Geschäftsführer des Tagungszentrums, am Tag des Spatenstichs. Holzpellets als nachwachsender Rohstoff, der klimaneutral verbrennt und eine ganze Vielzahl von Häusern mit Wärme versorgt – die neue Nahwärmeversorgung hat viele Vorteile.

Zweite Bauphase: Die Nahwärmeleitung

Als notwendigen zweiten Teil der Baumaßnahme legten die SWP eine Nahwärmeleitung durch Hohenwart. Über diese Leitung werden das Hohenwart Forum, das Rathaus mit Grundschule, der Kindergarten und die Mehrzweckhalle mit Feuerwehrgerätehaus mit dem Heizwerk verbunden. Doch das ist noch nicht alles: „Zusätzlich können wir etwa 70 private Wohngebäude entlang der Schönbornstraße und teilweise entlang der Kreuzwiesenstraße an die Nahwärmetrasse anschließen“, sagte Manfred Volz, Leiter Energiedienstleistungen bei den SWP. „Wir haben schon alle Anwohner informiert und bekommen eine sehr gute Resonanz.“ Darüber hinaus können auch die Straßen Im Grund, Jägerwiesenweg, Waldbronnweg und Eulenweg mit Nahwärme versorgt werden, wenn genügend Anwohner Nahwärme beziehen möchten. Nahwärme ersetzt dabei nicht nur eine eigene Heizungsanlage, sondern erfüllt auch die gesetzlichen Vorgaben des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes. Ein dicker Pluspunkt für alle, die sich Gedanken um die Renovierung ihres Hauses machen.

Ein positives Projekt für Bürger und Wirtschaft

Als dann der Bau- und Anlieferverkehr heranrollte, blieben die Anwohner dennoch weitgehend von Lärm verschont: Sowohl während der Bauphase als auch beim späteren Anlagenbetrieb fuhren die LKW nicht durch den Ort, sondern über das nördlich gelegene Würmer Sträßchen. Die SWP hielten es für wichtig, ein positives Projekt für die Bürger auf die Beine zu stellen und dabei auch die regionale Wirtschaft einzubeziehen. „Wir freuen uns über dieses Bauvorhaben, weil wir Aufträge an regionale Partner geben, die wir kennen und zu denen wir gute Geschäftsbeziehungen unterhalten“, sagte der damalige SWP Geschäftsführer Wolf-Kersten Meyer. „Unsere Investitionen von 2 Millionen Euro sind auf jeden Fall gut angelegt.“

Daten und Fakten

 kW
Erdgas BHKW 80
Pelletkessel 500
Erdgas Kessel 1.600

Trassenlänge des Nahwärmenetzes: im Endausbau ca. 2.800 m

SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Sandweg 22, 75179 Pforzheim | Handelsregister Mannheim, HRA 50 36 09 | USt Id.Nr.: DE 214129630
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