Alle haben ihr Bestes gegeben. Der Einsatzleiter und der Abteilungsleiter sind sehr zufrieden.

Alle haben ihr Bestes gegeben. Der Einsatzleiter und der Abteilungsleiter sind sehr zufrieden.

Dass seine Bereitschaftsteams Störfälle beherzt, kompetent und umsichtig beheben, weiß Ulrich Waibel. Der Abteilungsleiter Gas und Wasser bei den SWP stellte im September 2014 eine zusätzliche Herausforderung an sein Team: In der diesjährigen Notfallübung sollten die Mitarbeiter mit extrem fordernden Situationen umgehen und dabei einen kühlen Kopf bewahren.

Extreme Situationen - kein Problem!

Die Übung beginnt um 7:30 Uhr mit dem Beladen des Bereitschaftsfahrzeugs. Die Männer wissen nur, dass sie sich auf eine Übung mit Gas- und Wasserschaden einstellen müssen. Da kommt schon die erste Anforderung: „Kalkanlage Grösseltal gestört“, diese angebliche Störung ist der Start der heutigen Übung. Kaum ist der SWP-Mitarbeiter losgefahren, erhält die Netzleitstelle schon den zweiten Anruf: „Hier ist der Bürgermeister, bei mir kommt nur noch braunes Trinkwasser aus dem Wasserhahn!“, heißt es. Der Mann am Telefon, der sich lauthals beschwert, droht und schimpft, ist natürlich kein Bürgermeister, sondern Dr. Axel Effey von der Akademie des Deutschen Gas- und Wasserfachs (DVGW). Er hat gemeinsam mit Ulrich Waibel die Übung vorbereitet und dabei den Umgang mit aufgeregten Mitmenschen eingebaut. „Der Kollege in der Netzleitstelle bleibt ruhig, das ist gut!“, sagt Dr. Effey, als er auflegt.

Und schon setzt Dr. Effey den nächsten Notruf ab: „Hallo, ich bin gerade in Dennach an der Schwabentorhalle vorbeigefahren“, sagt er. „Da ist der Teufel los, Feuerwehr und schweres Gerät. Ich glaube, die könnten ein Problem mit Gasaustritt haben!“ Jetzt muss es schnell gehen, denn der Bereitschaftsdienst muss bei einem Gasunfall innerhalb 30 Minuten an der Schadensstelle sein. Ulrich Waibel ist gespannt, ob der Mitarbeiter den Einsatz zum angeblichen Bürgermeister abbricht und zur Schadensstelle kommt, aber das Team regelt die Herausforderung anders: Ein weiterer Bereitschaftsmitarbeiter im Versorgungsgebiet ist näher am Schadensort und fährt unverzüglich nach Dennach. Trotz Baustelle ist er gut in der Zeit. An der Schwabentorhalle steht ein städtischer Mitarbeiter als angeblicher Einsatzleiter der Feuerwehr und will den SWP-Mitarbeiter erst einmal nicht heranlassen.

Ihre Sicherheit ist uns wichtig!

Als zusätzliche Anforderung spielt Dr. Effey einen besorgten Großvater, der während des Gasunfalls sein Enkelkind aus der Halle holen will – im Ernstfall sicherlich nachvollziehbar. Der Bereitschafts-Mitarbeiter bleibt ruhig, hält den „Großvater“ zurück und findet mithilfe seines mobilen Netzplans heraus, dass im Bereich der Schwabentorhalle gar keine Gasleitung liegt. Zur Sicherheit begeht er mit dem Gasspürgerät aus seinem Bereitschaftsfahrzeug die Umgebung der Halle, um die Gaskonzentration zu messen. Da es eine Übung ist, ergibt die Messung natürlich keinerlei Spuren eines Gasaustritts.

Kaum ist dieser Übungsteil beendet, setzt Dr. Effey den nächsten angeblichen Störfall ab: In einem Brötzinger Friseurladen sei die Wasserversorgung ausgefallen. Ob denn die anderen Häuser auch kein Wasser haben, will der Mitarbeiter in der Netzleitstelle wissen. Denn der Zuständigkeitsbereich der SWP als Trinkwasserversorger reicht bis zum Wasserzähler, bei Schäden an der Hausinstallation ist ein Installations-Fachbetrieb zuständig. Als der SWP-Bereitschaftsdienst ankommt, steht der „Friseur"“ schon am SWP-Bereitschaftsfahrzeug und redet aufgeregt auf den Mitarbeiter ein. Gleichzeitig kommt eine Frau aus dem Salon gestürmt und fordert den Bereitschaftsdienst vehement auf, für Wasser zu sorgen: „Ich habe eine Dauerwellenlösung in den Haaren, und wenn die nicht gleich abgewaschen wird, brechen alle Haare ab!“, ruft sie. Der SWP-Mitarbeiter bleibt ruhig. Er prüft zunächst an allen Wasserhähnen, ob tatsächlich kein Wasser fließt und geht dann zum Wasserhaupthahn im Keller. Alles richtig. Damit ist die Übung be endet.

Nachbesprechung der Notfallübung

Die SWP-Mitarbeiter treffen sich nach der Übung zur Nachbesprechung. „Ihr habt die Übung bestens gemeistert, großes Lob“, sagt Ulrich Waibel. Die Mitarbeiter berichten, dass sie in Dennach kein Handynetz hatten und daher nicht oder nur mit sehr schlechter Verbindung mit der Netzleitstelle kommunizieren konnten. Dabei hatten die SWP erst kürzlich Handys mit doppelter Sim-Card für den Bereitschaftsdienst angeschafft. Doch es stellt sich heraus, dass in dieser Region nur ein drittes Handynetz funktioniert. „Darauf werden wir reagieren“, sagt Abteilungsleiter Ulrich Waibel. „Genau deshalb führen wir die jährlichen Notfallübungen durch: Damit die Kollegen die richtige Reaktionsweise auf viele mögliche Situationen kennenlernen und technische Besonderheiten entdecken. Im nächsten Jahr sind wir noch besser vorbereitet.“

SWP Stadtwerke Pforzheim GmbH & Co. KG, Sandweg 22, 75179 Pforzheim | Handelsregister Mannheim, HRA 50 36 09 | USt Id.Nr.: DE 214129630
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